Es ist kurz nach 14 Uhr als Marek Lieberberg im Mönchengladbacher Haus Erholung die folgenschweren Worte fallen lässt: Nach der Aufkündigung eines Vorvertrages sei die Rock am Ring Umsetzung In Mönchengladbach schlicht nicht mehr im Hau-Ruck-Verfahren zu stemmen gewesen. Gleichzeitig drückt er den lokalen Politikern einen Bauantrag in die Hand: Für ein dreitägiges Festival im August 2015 in Mönchengladbach – vermutlich wird es parallel zu RockNHeim veranstaltet und auf den Namen „Rock im JHQ“ getauft.

Das letzte Wort in Sachen Rufnamen ist aber noch nicht gesprochen. Eventuell sollen die Mönchengladbacher in die Namensfindung einbezogen werden.

Keyfacts MLK August Mönchengladbach

Drei Tage lang soll das neue Festival dauern und vom Start weg -ähnlich wie das RockNHeim- in der ersten Liga mitspielen. Mit zwei Open Air Bühnen und einem Zelt untermauert Lieberberg, dass offensichtlich ein RockNHeim-Ableger geplant ist. Dafür spricht auch, dass Electro-Acts explizit nicht ausgeschlossen werden.

Für 30000 Camper gäbe es schon nach jetzigem Planungsstand Raum im JHQ. Durch weitere Verhandlungen soll diese Zahl aber noch weiter erhöht werden. Schliesslich, so Marek Lieberberg, lechtze der Westen nach einem Festival.
Was er nicht sagte: Mit seinem Rock im Pott-Konzept ist er in eben diesem Westen gescheitert. Auch die Organisatoren des wegen mangelnder Nachfrage eingestellten Area4 würden Lieberbergs These nicht unbedingt beipflichten.
Indirekt gesteht sogar MLK ein, dass der „Westen“ kein einfaches Pflaster ist. Dem neuen Festival in Mönchengladbach will der Frankfurter Konzertmulti nämlich fünf Jahre Zeit geben, um zu wachsen und zu gedeihen (und Gewinne zu erwirtschaften).

Nächster Halt: Mendig.

Schon Morgen wird Lieberberg am neuen Rock am Ring Sitz, Mendig, erwartet um dort seine Vision eines Neuanfangs zum 30jährigen Jubiläum zu skizzieren.