In einem Interview mit der MusikWoche revanchiert sich Marek Lieberberg für die Deag-Spitzen der jüngsten Vergangenheit. Mit inoffiziellen Infos holt er zum massiven Gegenschlag aus. So werde das Grüne Hölle Rock schon eine Woche früher veranstaltet. Ausserdem plane die Deag parallel ein weiteres Festival namens Rockavaria in München auszurichten. Starker Tobak.

Keine neuen Infos seit Anfang Juni

Seit über drei Monaten hüllt sich das Oranisatorenkonsortium der Grünen Hölle in Schweigen – zumindest was das eigene Festival und dessen Planung angeht. Gegen Lieberberg waren in jüngster Vergangenheit immer wieder die Krallen ausgefahren worden. Verständlich, dass Lieberberg seinem Konkurrenten schlechten Stil vorwirft.
Die letzte offizielle Wortmeldung in eigener Sache war die Vorstellung des Grüne Hölle Rock als Nachfolger von Rock am Ring am Nürburgring. Damals war es Anfang Juni und man nannten den 5.-7. Juni 2015 als Termin für den Neuling. Jenes Wochende, das Rock am Ring und Rock im Park seit Jahren erfolgreich besetzen.

Rockavaria soll Rock im Park angreifen

Gegen eben jenes Rock im Park plant die Deag laut Lieberberg ebenfalls einen Konkurrenten aufzustellen. Lieberberg wisse, dass das Olympiastadion in München am letzten Mai-Wochenende für ein Rockavaria Festival reserviert sei.
Dazu passt Reenos smarte Recherche: Die Domain rockavaria.de wurde von „Deag Deutsche Entertainment Ag“ registriert.
Pikant: Rock im Park hat eine Vergangenheit im Olympiastadion. 1995 und 1996 war es dort beheimatet ehe man das Festival schliesslich nach Nürnberg umsiedelte.

Syndicate-Selbstbestätigung?

Gibt es Zweifel an Lieberbergs Infos? Kaum.
Nur die Syndicate Selbstbestätigung will nicht wirklich ins Bild passen. Wie valide diese Ankündigung ist, können wir noch immer nicht seriös bewerten. Die weitestgehend unbekannte Band hatte sich Anfang September für das Wochenende vom 5.-7. Juni 2015 beim Grüne Hölle Rock selbstbestätigt.
Möglicherweise sind Syndicate nur zum Grüne Hölle Rock eingeladen worden und kannten damals nur den noch immer offiziellen Termin – oder sie wollten den Veranstalter nicht vollends brüskieren und gleichzeitig noch einen korrigierten Termin und ein zweites Festival leaken.