Vergangenen Dienstag hat die Deag Deutsche Entertainment ihr Rockavaria-Konzept bei der Stadt München eingereicht. Einen Tag also, bevor der Konzertveranstalter die Verschiebung des Grüne Hölle Rock Festivals um eine Woche nach vorne publik machte.

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Das Rockavaria Konzept umreisst laut Süddeutscher Zeitung von heute die Pläne einer „Massenveranstaltung für Zehntausende Menschen“ am letzten Maiwochenende im Münchner Olympiastadion. Das Festival in der bayerischen Landeshauptstadt soll gleichzeitig mit Deags Grüne Hölle Rock Premiere veranstaltet werden.

Mit dem Rockavaria würde die Deag MLK auch im Süden in die Zange nehmen – sprich: Nach Rock am Ring auch Rock im Park angreifen.
Im Westen der Republik liegen zwischen Deags Grüne Hölle und MLKs Rock am Ring lediglich 30 Kilometer Luft. Zwischen Rockavaria und Rock im Park wären es immerhin deren 150.

Als grösstes Problem für eine Genehmigung des Rockavaria hat der Chef des zuständigen Kreisverwaltungsreferats,Wilfried Blume-Beyerle, die Findung von ausreichend Campingfläche für die geplanten Besuchermassen ausgemacht. Weitere Baustellen sind Lärmschutz und Sauberkeit und die Frage, ob die bayerische Polizei ein Festival in München eine Woche vor dem G7-Gipfel im benachbarten Garmisch-Partenkirchen stemmen kann.

Randbemerkung: Nach wie vor ist das Rockavaria der Öffentlichkeit vom Veranstalter noch nicht konkret vorgestellt worden. Alle kursierenden Informationen stammen aus der Booker-Szene, den Betreibern des Olympiaparks oder oben erwähntem Kreisverwaltungsreferat.
Deag hat sich aber nachweislich zahlreiche Rockavaria-Domains gesichert und die Marke Anfang September zum Patent angemeldet.