Der gestrige Vorverkaufsstart des Haldern Pop mutierte zu einer Katastrophe für die Fans und das Festival gleichermassen. Stundenlang waren die Server des Shops nicht zu erreichen und wenn doch, konnten Käufe nicht abgeschlossen werden. Als Konsequenz wird der Shop bis 15. Oktober geschlossen, um die Situation in Ruhe analysieren zu können.

Bis etwa 2 Uhr nachts versuchte ich selbst einen Kauf einzuleiten und es ging einfach nichts. Einmal war der Datenbankserver abgeschmiert, beim nächsten Besuch dann wurde die Verbindung generell abgewiesen. Heute morgen schien das System dann soweit zu funktionieren, wenn auch quälend langsam. Das war aber nur vordergründig so, denn nicht jeder Käufer bekam eine Bestellbestätigungs-eMail geschickt. Mit der Unterbrechung des Vorverkaufs reagiert man nun auf die anhaltenden technischen Probleme.

Trotz massiver Aufrüstung der Hardware, war es gestern zum absoluten Supergau gekommen. Schon weit vor dem offiziell ausgegebenen Starttermin um 20 Uhr verabschiedete sich der komplette Webserver des Haldern Pop. „Ihr wart einfach zu viele“, kommentiert das Festival in seiner Stellungnahme.
Ich denke: An der Situation ist das Haldern Pop partiell selbst schuld. Wie sie selbst einmal sagten: Es bringt eigentlich nichts die Eingangstür -also die Serverkapazität- immer breiter zu machen, wenn am Ende nur 7000 Karten und ein überfordertes Shopsystem zur Verfügung stehen.

Ein alternativer Ansatz könnte sein, den konkreten Zeitpunkt des Vorverkaufs nicht Monate im Voraus anzukündigen, sondern eher kurzfristig zu starten. Darüber hinaus wäre es förderlich die um 5 Euro verbilligte Frühbucherkategorie zu streichen. So würde man eine ganz andere Zugriffsdynamik bekommen – wahrscheinlich verbunden mit weit weniger Frust und Stress für potentielle Kartenkäufer.
Wer die erste Verkaufsphase verpasst, dem würde sich beim Rückläuferverkauf oder in den lokalen Vorverkaufsstellen eine weitere Chance eröffnen.

Weitergedacht: Man sammelt die eMailadressen von Kaufinteressenten im Vorfeld ein und benachrichtigt diese in zufällig zusammengewürfelten Wellen über die Webadresse des Shops. So kämen immer nur x Personen auf den Server und könnten in Ruhe ihre Bestellung abschliessen. Ist das Onlinekontingent ausverkauft bevor alle Interessenten angemailt werden konnten, benachrichtig man die verbliebenen als erstes wenn es zum Wiederverkauf von Rückläufern kommt. Nicht fair? Alles besser als die aktuelle Situation, oder?
Eine Idee ohne Vorregistrierung, die in diese Richtung zielt, wäre ein Warteraum auf einem anderen Server einzurichten, der immer nur x Personen in den Shop gelangen lässt. Stichwort: Eventim.

 

Das Statement der Haldern Pop-Macher im Original

Ein Statement zu der Unterbrechung des Vorverkaufs für das Haldern Pop Festival 2015
Ihr wart einfach zu viele. Dieser knappe Satz ist Ursprung und Grund für den Zusammenbruch des Servers beim Start des Vorverkaufs für das Haldern Pop Festival 2015. Die gegenüber dem Vorjahr schon erheblich erweiterten Serverkapazitäten haben dem Ansturm trotzdem nicht standhalten können. Es befanden sich weitaus mehr interessierte Käufer gleichzeitig auf unserer Webseite, als in den letzten drei Haldern Pop – Jahren zusammen. Eine umfangreiche Analyse seitens unseres Server-Providers und uns als Shopbetreiber bestätigen diesen Zustand. Wenn wir mit diesen Zahlen kokettiert hätten, dann würde man uns wahrscheinlich Arroganz vorhalten.

Der Vorverkauf bleibt weiterhin bis zum 15. Oktober 2014 unterbrochen. Momentan werden alle eingegangenen Bestellungen ausgewertet und auf Vollständigkeit überprüft: alle Besteller erhalten in den nächsten Tagen eine erneute Bestätigungs-Email von uns, da bei der Bestellung nicht alle eine solche Email von unserem System erhalten haben.

Wir entschuldigen uns für diesen durchaus ärgerlichen Zustand und hoffen auf Euer Verständnis.

Eure Haldern Pop Mannschaft.