Am Abend überschlagen sich Onlineausgaben namhafter Tageszeitungen mit Vorableaks der Headliner des neuen Nürburgringfestivals Der Ring. Metallica, Muse und Kiss sollen es für Veranstalter DEAG richten und ihre Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Erfolg führen.

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Geld spielt dabei offensichtlich keine -oder nur eine sehr untergeordnete- Rolle. Unseren Informationen zu Folge hat die DEAG Summen weit über den Martkpreisen der Bands geboten. Bei Muse soll FKP Scorpio und deren Hurricane und Southside Festivals ausgestochen worden sein. Auf den desaströsen Einfluss des Prassens auf kleinere Festivals sei in an dieser Stelle nur kurz hingewiesen.

Nur so viel: Wenn ein Veranstalter mit Geld um sich wirft, verkompliziert sich der Markt für alle Beteiligten. Zum einen verteuert sich das Programm, anderseits sehen sich Booking-Abteilungen mit immer drastischeren zeitlichen und räumlichen Gebietsschutzauflagen konfrontiert. Die Vielfalt ist gefährdet.

Antrieb und Ziel all dieser Bemühungen der DEAG: Auf Augenhöhe mit den Marek Lieberberg Festivals Rock am Ring und Rock im Park surfen, die Frankfurter im Optimalfall sogar zu überflügeln. Gewinn einzufahren soll in den nächsten Jahren nicht eingeplant sein.

Offizielle Bestätigung: Morgen 13 Uhr.

Eigentlich wollte die DEAG morgen um 13 Uhr mit zeitgleichen Pressekonferenzen bei Der Ring (Nürburgring), Rockavaria (Olympiapark München), Rock in Vienna (Wien) und möglicherweise Rock The Ring (Schweiz) ähnliche Pakete präsentieren. Die Medienpartner scheinen diese Veranstaltungen zumindest für Der Ring überflüssig gemacht zu haben.

Neben dem Headlinertrio Metallica, Muse und Kiss sind laut den Leaks von Bild+ und Hamburger Morgenpost auch Judas Priest, Faith No More, Limp Bizkit, Lenny Kravitz und Incubus für Der Ring gebucht.
Aus meiner Sicht würde man mit diesen Namen einen interessanten Kontrapunkt zum Rock am Ring Programm setzen.

Tickets ab Donnerstag

3-Tageskarten für Der Ring werden ab 6. November für anfänglich 169 Euro zu haben sein.
Sie liegen preislich damit vom Start weg 10 Euro über dem Frühbuchertarif von Rock am Ring und Rock im Park.

Rock am Ring kontert vorab

Mit dem Wissen um die Pressekonferenzen des Konkurrenten haben Ring und Park heute auf eine imposante erste Welle eine kaum weniger eindrucksvolle zweite folgen lassen. Mit ihr wandern unter anderem Slash, Marilyn Manson, Enter Shikari, Bastille, Fritz Kalkbrenner und Deichkind ins Jubiläumsprogramm der MLK-Festivals.