Mumford And Sons sind zurück aus der selbstverordneten Zwangspause. Nach ihrer gefühlt zu langen Auszeit kehren die britischen Folk-Rocker auf die Festivalbühne zurück. Wenn vorerst auch nur in unerreichbarer Ferne. Ziehen wir das positive heraus: Ein neues Album dürfte in Bälde angekündigt werden. Und: Hiesige Festivalbestätigungen sind nicht komplett unwahrscheinlich.

In Manchester, Tennessee, sind Mumford And Sons vom 11.-14. Juni 2015 zusammen mit Billy Joel, Deadmau5, Kendrick Lamar, Robert Plant und Florence And The Machine die Aushängeschilder des Bonnaroo Festivals.

Hier haken wir ein. Florence And The Machine steht nämlich kaum eine Woche später schon bei Hurricane und Southside auf europäischem Boden. Warum sollten es ihr Mumford And Sons nicht gleich tun? Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Eine Bestätigung der Grössenordnung würde dem oberen Drittel des HuSo-Lineups jedenfalls gut zu Gesicht stehen.
Anders die Situation bei Rock am Ring und Rock im Park: Dort hat man schon so mächtig mit Hochkarätern um sich geworfen, dass die beiden Festivals über kurz oder lang zwangsläufig dem Ausverkauf nahe kommen dürften. Es besteht also kein Druck noch einmal Geld in die Hand zu nehmen und hochklassig nachzulegen. Nichts desto trotz sind die Briten auch bei den Festivals von MLK und ARGO eine realistische Option. Siehe Hozier. Der irische Folkrocker bedient zunächst seine Fans in Merdig und Nürnberg und reist anschliessend über den grossen Teich zum Bonnaroo nach Tennessee.

Die letzten Konzerte von Mumford And Sons in unseren Breiten liegen lange zurück. Zu lange. Zuletzt im April 2013 schauten sie auf ein paar Konzerte vorbei. 2012 waren sie -klammert man das exklusive Konzert beim Glastonbury 2013 und den Cameo Auftritt als Teil von Gentleman On The Road aus- letztmals Teil der europäischen Festivalsaison. Damals unter anderem mit den Stationen Hurricane, Southside und Rock-A-Field.

Schon die Kopfzeile läst erahnen: Beim Bonnaroo zwängt man sich nicht in ein enges, musikalisches Konzept. Vor den Bookern der Veranstalter Superfly Presents und AC Entertainment sind angefangen von Indierock, über Klassikrock, Worldmusik, Hip Hop, Jazz, Americane, Bluegrass, Country, Folk, Gospel, Reggae, Pop bis hin zu Elektronica und Alternative keine Genres sicher.

Vielfalt, die offensichtlich gut ankommt. Das Bonnaroo konnte in den letzten Jahren immer zwischen 90000 und 100000 Besucher verzeichnen, gehört damit zu den Grand Dames der amerikanischen Festivallandschaft.