Ähnlich ruhig wie bei uns hier im Blog war es in den vergangenen Wochen um die beiden FKP Scorpio Aushängeschilder Hurricane und Southside geworden. Heute aber liefert Geschäftsführer Folkert Koopmans dem Medienpartner Kreiszeitung einige höchstinteressante Infos.

So stehen als Headliner bisher Florence And The Machine und Placebo fest. Ein dritter Headliner soll folgen. Das haben wir die letzten Jahre ähnlich gehört, doch jedesmal blieben es leere Worte. Heuer fasst sich Koopmans wohl auch deswegen konkreter, wenn er sagt: „Es WIRD einen dritten Headliner geben.“

Mit 15 Bands sei man sich soweit klar, sie stünden kurz vor der Bestätigung. Damit wäre dann auch alles gesagt und das Programm für Hurricane und Southside 2015 komplett.
Eine davon ist die britische Band Nothing But Thieves.

Generell gibt sich Koopmans mit dem Billing zufrieden, auch wenn er seinem Veranstalterkollege Marek Lieberberg indirekt beipflichtet, wenn jener sagt: Das Programm 2015 sei für Hurricaneverhälntisse unterdurchschnittlich. Es hakt in der Spitze und die Deag scheint mit ihren Festivals Rockavaria und Rock im Revier stark zu diesem Resultat beigetragen zu haben. Acts wie Faith No More, Incubus und Muse hätte man seitens FKP Scorpio gerne unter Vertrag genommen. Sie folgten aber dem Ruf des Geldes: Die Deag legte ein paar Bündel Scheine mehr auf den Tisch. In Branchenkreisen spricht man von Mondpreisen, die da teilweise von der Deag gezahlt wurden. Diese dürften auch mittelfristig die galoppierende Gagenspirale weiter anheizen – und letztlich die Eintrittskartenpreise steigen lassen.
Andere Gruppen wie Foo Fighters oder Mumford And Sons, die FKP Scorpio gewöhnlich in Deutschland hofiert, waren am Hurricane-Wochenende leider anderweitig in Europa verplant oder gar nicht auf Tour. Angesichts der Rockavancen von Mumford And Sons stellt man sich ohnehin die Frage, ob deren Fernbleiben einen wahren Verlust darstellt.

Koopmans geht übrigens nicht davon aus, dieses Jahr im Norden den Ausverkauf zu erreichen. Ähnliches dürfte für das Southside im Süden gelten.
Für das Hurricane erhofft er sich 68000 der 73000 verfügbaren Karten abzusetzen. Das käme immerhin dem schlechtesten Ergebnis der letzten 4 Jahre gleich.

 

2 KOMMENTARE

  1. „Angesichts der Rockavancen von Mumford And Sons stellt man sich ohnehin die Frage, ob deren Fernbleiben einen wahren Verlust darstellt.“
    Immer schön sachlich bleiben Kollege.

    • Bei uns gehört ein wenig Emotion immer mit dazu.
      Und mit der Haltung, Mumford And Sons erste Auskollpungen aus dem neuen Album seien eher mau, steh ich nun wirklich auch nicht alleine da.

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