Weiter Kapazität aufbauen und zu erwartende Verluste minimieren. Das scheinen die primären Ziele hinter einer gemeinsamen Aktion von Rockavaria Veranstalter Deag und dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club e.V. – kurz ADAC- zu sein. Stolze 30 Prozent des Kartenpreises lassen sich einsparen.

Wie lange die Aktion schon läuft ist unklar. Gewiss ist nur: In der aktuellen Mitgliederzeitschrift wird das Angebot promotet. Es richtet sich an nicht weniger als 19 Million ADAC-Beitragszahler. Das Interesse eines Bruchteils dieser Gruppe würde für den Ausverkauf der Rockavaria Premiere sorgen.

Mit s/einer Mitgliedsnummer lässt sich auf das Sonderangebot zugreifen. Es gilt für alle Kartenkategorien und reduziert den Preis von 3-Tageskarten auf 127 bzw. 140 Euro. Tageskarten verbilligen sich auf 61 Euro.

Bei Besitzern von Tickets dürfte dieses Angebot nicht sonderlich gut ankommen. Wie schon all die anderen, vorherigen Eskapaden in Sachen Kartenverkauf.
So hiess es zum Vorverkaufsstart, es werde keine Tageskarten geben. Anfang Februar wurden plötzlich drei Eintageskarten im Paket ausgerufen. Man nannte es Share-Ticket und bürdete den Käufern auf, sich selbst um das Losschlagen nicht benötigter Karten zu kümmern. Einen Monat später durften sich die Share-Ticket-Halter ärgern, denn nun waren pro Tag 10000 Tageskarten zu haben.

Laut Deag sind -Stand Mitte April- bereits über 40000 Karten für das Rockavaria abgesetzt. Die Tageskapazität soll bei 68000 Besuchern liegen. Damit wäre das Rockavaria das am besten nachgefragteste der neu geschaffenen Deag-Rockfestivals.