Wie Polizei und SWR melden, wurden durch das beständige Unwetter über Mendig in der Nacht 27 Rock am Ring Besucher verletzt, sechs davon schwer.

[Update 12:15 Uhr:

[Update 11:30 Uhr: Statement Marek Lieberberg:

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Liebe Festivalbesucher,
durch die schweren Gewitter der letzen Nacht sind 33 Personen verletzt worden, die von den Sanitätskräften in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Nach Aussagen der Krankenhäuser werden voraussichtlich alle im Verlauf des Tages wieder entlassen, einige davon sind es bereits. Wir danken Polizei und Rettungskräften für ihren energischen und großen Einsatz.
Wir glauben, dass in den nächsten Stunden das gesamte Wasser im Boden versickert sein wird. Dies wird zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Wir sind mit allen Kräften darum bemüht notwendige Reparaturen vorzunehmen und weiteres Personal und Material zum Einsatz zu bringen. Obwohl auch unsere Produktionsbereiche vom Wetter gebeutelt worden sind glauben wir, dass unser Programm wie geplant über die Bühne geht, und zwar auf allen Bühnen. Wir halten euch auf dem Laufenden und geben euch weitere Informationen, sobald sie uns vorliegen.
Bitte unterstützt die Rettungskräfte bei ihrem Einsatz und helft bei der Freihaltung aller Rettungswege. Wir sind verstärkt um Reinigung bemüht.
Rock am Ring will an must go on!

Danke und Grüße an euch alle

Marek

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Wer dem Livestream von Rock am Ring verfolgte, dem sind die Bildstörungen und -ausfälle nicht verborgen geblieben. Deren Ursache waren zwei Gewitterfronten mit Starkregen, die nur langsam über das Gelände krochen und den SWR mit seiner vor Ort produzierten Livesendung mächtig ins Schwitzen brachte.
Das Konzert von Fritz Kalkbrenner stand wegen der Wetterkapriolen auf der Kippe, musste nach verspätetem Start um 1:45 Uhr dann gegen 2 Uhr wirklich abgebrochen werden.

Schlimmer jedoch die Bilanz auf dem Campingplatz. Unser Kontakt vor Ort spricht von „Land unter“ vor den Zelten. Einige billige Zelte seien „überflutet, wie man sichs kaum ausmalen kann“. Es sei mit Abstand das schlimmste Gewitter gewesen, dass er auf einem Festival erlebt habe.
Dementsprechend verheerend fällt auch die Bilanz der Nacht aus: 27 Besucher wurden durch das Unwetter verletzt, 6 davon schwer. Zwölf davon wurden nach einem Blitzeinschlag direkt auf dem Gelände versorgt.
Bis in den späten Abend hatte sich der erste Musiktag durch Sonne und schweisstreibende Temperaturen jenseits der 30 Grad ausgezeichnet. Ähnlich wie bei Rock im Park. 200 Helfer in Mendig hatten sich um etwa 2700 Besucher kümmern müssen. Hauptsächlich hatten es die Sanitäter mit Sonnenbränden, Sonnenstichen und Kreislaufprobleme zu tun.