Das ZDF zieht in seiner Sendung Heute Plus eine vorläufige Bilanz in der „Festivalschlacht“ zwischen Platzhirsch Marek Lieberberg und dem Herausforderer Deutsche Entertainment AG. Den Sieger kennen wir schon. Interessant ist aber, dass auch jener Gewinner dieses Jahr mit Rock am Ring schon jetzt 400000 Miese angehäuft hat.

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87000 Zuschauer begrüsste Rock am Ring letztes Jahr am Nürburgring und erwirtschaftete mit diesen laut Florian Zerfaß von der WirtschaftsWoche rund 2,5 Million Euro Gewinn.
Nach dem Umzug nach Mendig kamen 90000, doch er war auch mit Planungs- und Infrastrukturkosten verbunden. Auch der ungeplante Zukauf von Campinggelände während des Festivals dürfte die Bilanz verhageln. Mit einem Gewinn im ersten Jahr war aber ohnehin nicht wirklich zu rechnen.

Heute nennt Marek Lieberberg gegenüber Heute Plus erstmals eine Hausnummer. So stünden zum jetzigen Zeitpunkt 18,5 Million Euro Einnahmen, Ausgaben in Höhe von 18,9 Million Euro gegenüber.
Die finale Abrechnung steht noch aus. Deshalb sind die 400000 Euro Verlust womöglich noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Nächstes Jahr will MLK sein Rock am Ring weiter verbessern. Versprochen wurde unter anderem, den groben Schotter im Eingangsbereich mit einer besseren Lösung zu ersetzen. Auch das wird Geld kosten. Nichts desto trotz dürfte Rock am Ring in 2016 bereits wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
Für die Deag dürfte der Weg hin zur schwarzen Null ungleich steiniger sein.

2 KOMMENTARE

  1. Was man noch hätte erwähnen können: Rock im Park dürfte die Verluste von Rock am Ring mildern, wenn nicht letztlich doch sogar für ein moderates Plus in den Bilanzen sorgen.
    Und es lohnt ein Blick auf die andere Seite – uns: Nach Ausmerzen einiger Kinderkrankheiten dürfte das Areal in Mendig einfach die wesentlich bessere Wahl für Rock am Ring gegenüber dem Nürburgring sein.

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