Markus Blanke und Jonas Seetge sind Teil des Veranstaltungs-Teams des Rocken am Brocken Festivals, das im kommenden Jahr 10 jähriges Jubiläum feiern wird. Angesichts eines Festivalmarkts, der auch kleineren Festivals derzeit Schwierigkeiten bereitet, haben die beiden zur besseren Vernetzung unabhängiger Festivals das Festival Kombinat gegründet. In Berlin habe ich mit Markus und Jonas über die Festivalsaison 2015, Booking, steigende Veranstaltungs- und Ticketkosten und die wichtiger werdende Vernetzung unter Veranstaltern gesprochen.

Wie ist es, im Jahr 2015, Veranstalter von einem kleinen Festival wie dem Rocken am Brocken zu sein?

Markus: Also dadurch dass der Festivalmarkt sowieso gerade einen großen Hype erlebt, hat es glaube ich, in diesem Jahr fast kein Festival gegeben, was schlechte Zahlen geschrieben hat.

Jonas: Natürlich hat es die ein oder anderen gegeben, die die Segel gestrichen haben. Das waren dann größtenteils Festivals, die in einer größeren Liga mitgebuhlt haben, und da einfach extreme Schwierigkeiten bekommen. Für uns, als Rocken am Brocken, war es ein gutes Jahr. Ein sehr gutes Jahr. Wir haben uns mit unseren Bands sehr bewusst dahin bewegt, dass wir schauen, wer großes Potenzial hat und sich gerade richtig entwickelt. So sind wir nicht mehr bei diesem Headliner-Kampf dabei. Damit sind wir gut gefahren. Und dadurch, dass wir seit Jahren den Fokus auf Atmosphäre und Ästhetik legen, kommen mehr und mehr Leute. Dieses Jahr waren so viele wie nie zuvor da.

Das waren wie viele?

M.: 5.000

Habt ihr noch Kapazität nach oben vom Gelände?

M.: Die Parkplatz- und Campingsituation beschränkt uns da, bei 5.000 ist also auf jeden Fall Schluss.

Weiterlesen: Auf der nächsten Seite geht es um das Booking, unter anderem darum, wie lange es gedauert hat, um die schwer erfolgreichen Newcomer AnnenMayKantereit zum Rocken am Brocken holen zu können.

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