Seit knapp 11 Stunden läuft der Vorverkauf für das Wacken 2017. Erfreulicherweise gestaltet sich der Einkauf heuer dank entsprechender technischer Vorkehrungen tiefenentspannt. Auch die neuerliche Preisanhebung um ca. 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermag den Run auf die Tickets nicht zu stoppen. Binnen 2 Stunden waren bereits 45000 Stück an den Festivalisten gebracht. Irgendwann im Laufe des frühen Nachmittags dürfte die Tickethatz mit dem vorläufigen Ausverkauf ihr Ende nehmen.


Wacken ist und bleibt ein Phänomen. Für das Metalfestival gelten die gängigen Regeln nicht. 221 Euro für 3 Tage Metalwahnsinn? 30 Euro mehr als beim letzten Mal? Kein Problem. Dem Veranstalter ICS werden die Karten nach wie vor freudig aus den Händen gerissen.
Nach lediglich 5 Minuten waren die x-Mas Pakete inklusive T-Shirt vergriffen. 2 Stunden später schon über die Hälfte der verfügbaren Festivalkarten weg.

Kostentreiber und neue Inklusivleistungen

Den neuerlichen Aufschlag begründet das Wacken mit gestiegenen Kosten. So würden trotz konstant bleibender Besucherzahl von imposanten 75000 Metalheads immer mehr Camping- und Parkflächen ausgewiesen werden müssen. Sechs neue mit einer Grösse von zusätzlichen 20 Hektar allein in diesem Jahr. Grund der exzessive Platzbedarf der Festivalisten. Wer die via Social Media verbreiteten Bilder von Couches, Megazeltaufbauten und Co gesehen hat, wundert sich nicht. Die Frage ist nur: Muss das wirklich sein? Schliesslich bleibt der ganze Kram am Ende meist im Matsch stehen und muss für teueres Geld entsorgt werden.

Für seine Investition darf man nun schon montags ohne Frühanreisegebühr auf den Acker. Ausserdem sind Duschen und Fliesswassertoiletten nun im Kartenpreis enthalten. Bisher zahlte man dafür einen Aufschlag von 14 Euro.

Erste Bestätigungen

Traditionell nennt das Wacken mit der Ankündigung des Vorverkaufs bereits erste musikalische Programmpunkte. Das ist auch dieses Jahr nicht anders. Doch deren Wichtigkeit zeigt sich allein in deren Position in der Pressemitteilung.
Ganz ans Ende, in einen letzten Microabsatz quetscht man die Namen Amon Amarth, Avantasia, Heaven Shall Burn, Candlemass, Kreator, Powerwolf, Saltatio Mortis, Hämatom, Lacuna Coil, Mayhem, Paradise Lost und Sonata Arctica. Durchaus wertige Namen, die auf dem Wacken immer wieder gern gesehen sind. Ich bin mir aber sicher: Auch ohne sie wäre das Wacken zum Tagesende ausverkauft. Wacken spielt einfach in seinem ganz eigenen Kosmos.