Dieses Jahr hatte es definitiv in sich. Holt euch lieber Getränke und Knabberein, legt die Füße hoch und setzt euch gegebenenfalls noch das Nasenfahrrad auf, denn der folgende Artikel könnten unter Umständen etwas länger ausfallen. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte ihren Redakteur oder Festivalveranstalter.

Waaaaaas? Wieeeee? Neeeee. Das Open Flair ist schon wieder vorbei… Wie heißt es doch so schön: Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist. Ich persönlich finde, dass die Zeit viel zu schnell verging, aber Erinnerungen bleiben – für immer.

Donots. Bildquelle: Marcus Claus / Open Flair
Donots. Bildquelle: Markus Claus / Open Flair

Bei der Anreise am Dienstag scheint es ziemlich betrübt am Himmel zu sein, doch das sollte sich ändern. Am Mittwoch, dem eigentlich ersten Festivaltag, klarte es ein wenig auf. Es herrschten zwar nicht die optimalen Temperaturen, aber das Klima hatte mit den Donots ein Date. Die beiden Beteiligten haben relativ schnell klargestellt, wer der Chef ist. Auch die leichte Verzögerung des Festivalstarts tat der Stimmung keinen Fingerbruch. Im Vorfeld wurde viel über „Die ?????“ spekuliert. Erst am Wochenende vor dem Festivalstart gab der Veranstalter bekannt, wer die mysteriöse Geheimband ist. Für die einen war es „nur“ eines von vielen Highlights, für die anderen der wahre Headliner am Mittwoch.

Dundu. Bildquelle: Carl-Heinz Greim / Open Flair
Dundu. Bildquelle: Carl-Heinz Greim / Open Flair

Den Festvaldonnerstag übersipringen wir einfach mal und huschen durch zum Freitag. Dieser war bestückt mit zahlreichen Bands – wie Madsen, Sum41 und Parkway Drive – aber auch mit WalkActs wie beispielsweise Dundu. Wer oder was ist das bitte? Dundu ist eine Marionette, die stolze 5 Meter in den Himmel ragt. Links ist ein Bild aus 2011. Besonders auffallend ist die Belichtung von Dundu, denn wenn er tanzt, sieht er einfach grandios aus! Mit Sum41 und Parkway Drive hatte man für den Freitag schon ordentliche Hochkaräter für das Musikprogramm verpflichtet, doch dann gibt’s da noch diese eine Band aus dem Wendland. Aus derzeit noch nicht geklärter Ursache sollten wir die Musik anlassen und schrieben Geschichte. Spaß beiseite, die Madsenbande darf auf dem Open Flair einfach nicht fehlen.

 

Der Samstag und der Sonntag waren jeweils mit Top-Acts und gutem Wetter bestückt. Neben Den Fantastischen Vier, Bosse, J.B.O., OK KID, Wolfmother und viele weiteren Bands hat der Headliner Sonne sich auch mal blicken lassen – und das mit angenehmen 25 Grad. Aber auch der Sonntag bot mit The Hives, Royal Republic, Zebrahead und Clutch (ausgenommen der grottenschlechten Show von Limp Bizkit!) einige Perlen, mit denen sich das Festival selbst einen guten Abschluss ausgesucht hat. Ich habe mich mal im Open Flair Bilderpool ausgetobt und ein paar Impressionen herausgefischt.

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Das Gelände

Das Open Flair liegt bedingt durch die Lage der nordhessischen Kleinstadt Eschwege mitten in der Stadt. Yeaah, völlig richtig – mitten in der Stadt. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Man nehme eine kleine Flussinsel namens Werdchen, packt zwei Bühnen drauf und setzt ein paar Zäune drum. In Wirklichkeit ist das natürlich Quaaaark. Das Gelände wird Tage vorher aufgebaut, undzwar mithilfe von rund 1000 freiwilligen Helfern. Es ist schon eine logisitsche Leistung, den Platz für mehrere Tausend Flairrückte People herzurichten. Viel geiler ist allerdings, dass das Open Flair es nachwievor schafft, mich jedes Jahr auf’s Neue zu verblüffen. Dieses Jahr gab es zudem einen gesonderten Mitarbeiter/VIP-Eingang, leuchtende Blumen, das Open Flair Eingangsportal und viele weitere Flairschönerungen. Hut ab und weiter so!

Der Campingplatz

Es kam mir in diesem Jahr vor, als wären die Rettungsgassen viel breiter als in den Vorjahren. Vielleicht mag es auch nur mir so vorgekommen sein, aber dieses Jahr ab es ein kleines Aussichtsplateu, das zwar nicht hoch war, aber man doch schon über so einige Zelte schmunzeln konnte. Gegen Dienstag Mittag öffneten offiziell die Tore des Campingplatzes. Die Rede ist von 15.000 Campern, die alle einen Platz gefunden haben. Schwierig hingegen gestaltete sich die Parkplatzsuche, die sehr selten erfolgreich war. Ebenfalls neu waren die Geldautomaten mitten auf dem Zeltplatz.

Fazit

Dear Festival, ich könnte noch so viel über Dich schreiben, doch wie auch oben schon erwähnt, soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Lass mich als Schlusswort nocheinmal zusammenfassen, was in dir steckt. Du schaffst es, trotz anfangs klimatisch ungünstigen Gegebenheiten, deine Fans nicht zu enttäuschen. Auch die vergangenen Ereignisse, die uns allen im Gedächtnis sind, haben dir gezeigt, dass die Sicherheit vorgeht. So hast du viel mehr Polizeipräsenz auffahren und Security-Kontrollen verschärfen lassen, doch auch das brachte uns nicht aus der Ruhe. Durch deine Einzigartigkeit bist du vermutlich so beliebt, wir freuen uns schon auf 2017! Deine Veranstalter haben übrigens schon über 6000 Karten binnen 24 Stunden verkaufen können, und der Run darauf geht weiter steil! Wir sehen uns im kommenden Jahr und werden weiter über Dich berichten, bis dann -chen!

 

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