Gefühlte 50°C vor der Bühne. Nicht nur die heißen Temperaturen am Vöttinger Weiher brachten die Festivalbesucher zum schwitzen, vorallem die Bands heizten der Freisinger Partymeute gehörig ein.

Nachdem die Zelte aufgebaut wurden, ging es gleich auf zu den ersten Bands. In unserem Fall waren das die Trashmonkeys mit einem ordentlichen Programm. Wir wurden quasi zum Tanzen verurteilt. Das passte ganz gut, da ca. 2 Stunden später Stereo Total die Bühne stürmten. Ein deutsch-französisches-Duo, das Pop, Elektronik und Orgeln mit einer gehörigen Portion Trash vermischte. Wir tanzten im 4-Eck und machten Liebe zu Dritt. „isch bin nackt, Uuuuhh“, sang die Sängerin Francoise Cactus für die darauffolgende Band Bonaparte. Eine Formation, die scheinbar in einem Irrenheim gezüchtet wurde, aber genau deswegen das Publikum zum ausflippen brachte. Man kennt sie zwar aus dem Club mit „Anti, Anti“, aber was da auf der Bühne abging, hab ich noch nie erwartet. Ein paar verrückte Instrumentalisten und eine handvoll Statisten. Eine eigene tanzende Fotografin, ein Vampir, bzw. eine tanzende Discokugel, eine Ballettänzerin, die einen Maiskolben neben dem Schlagzeug aufaß, und ein Skelett, das sich mit Maissträuchern zu tarnen versuchte. Es hat schon einen Sinn, warum sie manche auftritte in ihren Tourdaten mit dem Zusatz „Circus Show“ betitelten. Verrückter gehts echt nicht! Gute Nacht!

Der zweite und letzte Tag begann erstmal mit Freisinger Sightseeing. Viel gab´s nicht zu sehen, außer dass ganz Freising von Festivalisten besiedelt wurde.  Die erste Band waren die Elektro-Schlager-Folker Kommando Elefant aus Wien. Gefolgt von einer neuen Circus Show der Band UHOH (Ah! ouh! ausgesprochen) und Manuel Normal aus Linz. Gods of Blitz, die Rock´n´roll mit Synthesizer vermischten, waren wie der Sturm vor dem noch größeren Sturm. Von vielen erwartet kamen nach einer viel zu langen verspätung Mediengruppe Telekommander zum zweiten mal auf die Bühne am Vöttinger Weiher. Diesmal als Headliner und mit einem Drummer, der das Gesamtbild noch runder machte, als es eh schon war. Zumindest optisch war es ein größeres Feuerwerk als sonst. Neue Hits, alte Hits und alle alltime-Hits drangen in unsere gehörgänge ein und lösten ein zucken am ganzen Körper aus. Kurz: Wir wurden Telekommandiert. Da hatten es Kissogram nicht leicht, die Massen vor der Bühne zu halten. Dennoch erledigten sie ihre Aufgabe mit ihrer selbsternannten Indie/New-Wave/Electro-Mischung sehr gut und rührten das Gesamtbild vom Prima leben und stereo nochmal auf.

Wir werden nächstes Jahr sicher wieder dabei sein! Ich kann es kaum erwarten, bis ich zum fünften mal den Vöttinger Weiher besuchen darf.

Die Bildergalerie von Lisa und Mike sei allen ans Herz gelegt, die dabei waren, dabei sein wollten und dabei sein werden!

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