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Wir leben in einer Zeit permanenten Wandels. Das betrifft auch den Musik- und Festivalmarkt. So dünnt die Spitze der großen, etablierten Bands immer weiter aus. Wie man dem Schwund aufstrebendes Talent entgegen setzen kann, zeigt das European Talent Exchange Program (ETEP). Es fördert seit 2003 den europäischen Nachwuchs und sorgt dafür, dass er Aufmerksamkeit und Bühnenzeit bekommt.

“Spielt, tourt, veröffentlicht interessante Platten – wir finden euch schon!”. Das ist der Rat, den FKP Scorpio aufstrebenden Nachwuchs-Acts als Leitfaden an die Hand gibt. Das kann, muss aber nicht zwangsläufig zum Ziel führen. Oftmals bedarf es mehr, besonders wenn es sich um eine begabte Musikgruppe fernab von Europas Zentrum handelt. Die benötigt eine Anschubhilfe, gerade in Form von gut besuchten Konzerten, um tatsächlich auf die Erfolgsspur gebracht zu werden.

Bands auf Festivalbühnen bringen

Genau diese Perspektive bietet aufstrebenden Musikern das European Talent Exchange Program (ETEP). Davon haben über die Jahre hinweg Bands profitiert, die heute als “große Namen” gelten: Franz Ferdinand, Seeed (2004), Beatsteaks (2005), Editors, The Kooks, Disco Ensemble (2006), Enter Shikari (2007), Blood Red Shoes (2008). Sie alle haben ihren Durchbruch auf den Festivalbühnen auch ETEP zu verdanken.

So läuft der Weg junger Bands zum Erfolg: Seit 1986 trifft sich die europäische Musik- und Konzertbranche zum Jahresanfang im Rahmen des Eurosonic Noorderslag im niederländischen Groningen. Promoter, Festivals und Bands tauschen sich dort aus, sprechen über die Möglichkeiten grenzübergreifender Kollaborationen.

Irgendwann kam die Idee auf, gemeinsam europaweit Talente zu scouten und ihnen durch Auftritte und Radio-Airtime den Weg zu ebnen. Es war die Geburtsstunde von ETEP: Festivals zahlen eine Mitgliedsgebühr. Dafür bekommen sie die Möglichkeit, Bands aus dem jährlichen Pool der ETEP-Bands zu buchen, und dafür eine Förderung zu erhalten. 2016 waren das unter anderem Blossoms, Nothing But Thieves und Aurora. Letztere brachte es auf 13 europäische Festivalauftritte im Rahmen des Programms, darunter beim Lollapalooza in Berlin.

Europaweite Teilnehmer

Bands hoffen auf Auftrittsmöglichkeiten in ganz Europa. Tatsächlich sind auch Großfestivals wie Rock Werchter, Roskilde und Sziget Teil des Programms. Auch im deutschsprachigen Raum erkannten einige früh das Potential des Austauschsprogramms – auch zur Entlastung des eigenen Bandbudgets: Die Big Player Hurricane und Rock am Ring und andere Festivals wie Chiemsee Reggae Summer, Frequency oder Haldern Pop waren vom Start weg dabei. Andere wie Reeperbahn Festival, Lollapalooza, Melt! oder Taubertal stießen in den letzten Jahren hinzu. Jüngster Neuzugang ist das Maifield Derby, welches Mitte Oktober auf Facebook jubilierte: Wir fühlen uns geehrt und freuen uns sehr über die Aufnahme in diesen illustren Kreis.”

So ist das EU-geförderte Programm seit Gründung deutlich gewachsen. Waren es 2003 noch 23 geförderte Bands bei ebenso vielen Festivals, profitierten 2015 bereits 132 Acts mit 396 Konzerten auf 95 beteiligten Festivals von dem Programm. Tendenz weiter steigend.

Auch 2017 werden sich die Booker wieder in Groningen treffen, um sich die beteiligten Bands anzuschauen. Ein guter Teil davon wird in ein paar Jahren vergessen sein, aber vielleicht, ganz vielleicht, wird einer der Namen schon in einigen Jahren die Headzeilen der Großfestivals schmücken.

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