Zu einem regelrechten Run auf die Frühbuchertickets des schweizer Greenfield Festivals hat die Bestätigung Rammsteins am Morgen geführt. Binnen 2 Stunden war das 3000 Karten umfassende Kontingent Early Birds vergriffen. Ab sofort gilt der Normalpreis.

Das Greenfield wird vom 11.-13.Juni 2010 im schweizer Interlaken veranstaltet und das Phänomen Rammstein wird mit von der Partie sein. Die Gruppe um Frontmann Till Lindemann wurde heute als erste und einzige Band bestätigt.
Auch in der Schweiz werden die Aushängeschilder der Neuen Deutschen Härte hoch gehandelt. Ihr Album „Liebe ist für alle da“ stieg in der ersten Woche souverän auf Platz 1 der schweizer Charts ein und konnte sich dort zwei Wochen behaupten, ehe es von Bon Jovi verdrängt wurde. Mittlerweile rangiert es auf dem 4.Platz und hat den Platin-Status erreicht. Die beiden schweizer Konzerte heute und morgen in Basel und Genf sind schon lange ausverkauft. Aus Bandsicht also logisch im Sommer zurückzukehren und das auf dem für härtere Töne bekannten Greenfield.

Nach der Bestätigung am Morgen, gab es für viele Festivalisten kein Halten mehr: Das Frühbucherkontingent von 3000 Tickets war binnen 120 Minuten restlos abverkauft. Ab sofort sind Dreitagespässe zum Normalpreis von CHF 198 erhältlich. Das sind in Euro umgerechnet rund 131 Euro. Darin enthalten ist nicht nur Camping und Mülldepot in Höhe von CHF 10, sondern auch die Bahnanreise, der Busshuttle zwischen Bahnhof und Festivalgelände und für Autofreunde der Parkplatz am Festival. Allerdings muss das Ticket in der Schweiz gekauft werden, um ein Anrecht auf den kostenlosen Bahntransfer zu haben!
wer sein Ticket bei eventim Deutschland kaufen möchte, muss also nicht nur 14 Euro mehr investieren, sondern erhält auch weniger für sein Geld!

Gestern noch fachsimpelten Tullux und ich über das Greenfield im Zusammenhang mit potentiell alternativen Sommerzielen Rammsteins im europäischen Raum – heute kommt die Bestätigung. Wahrscheinlich wird es auch am Nova Rock nicht mehr lange dauern, bis man den Schleier lüftet und darunter die Braut namens Rammstein hervorlugen wird.

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9 KOMMENTARE

  1. „Festival-Huren“ sind se doch alle. Wenn die Hosen touren, spielen die so ziemlich alles, wenn die Ärzte touren, findeste die überall, wenn Rammstein unterwegs ist, …usw. usw. …und bei internationalen Bands isses doch dasselbe.
    Ein exklusives Line-up wird man wohl nicht mit Bands hinbekommen, die mit neuem Album auf Tour sind.

    Und mal abgesehen davon: Was bringt es einem Ringrocker denn, wenn Rammstein nur am Ring spielt? Kann er dann voller Stolz sein schmandiges Festivalbändchen am Arm in die Luft recken, damit jeder sehen kann, dass er einer der auserwählten war? ;-) Deswegen kann ich mit dem Begriff Festival-Huren wenig anfangen. Ist doch schön, wenn viele Menschen die Möglichkeit bekommen, Rammstein zu sehen. Nicht jeder ist ja bereit, die Preise für normale Konzerte hinzulegen.

    • Genau wegen der horrenden Preise für Einzelkonzerte bin ich übrigens zu einem Multifestivalisten geworden.
      Um nochmal eins klarzustellen: Ich versuch mich hier nur in den (Online)-Festivalisten hineinzuversetzen und Stimmungen zu erkennen.
      Persönlich hab ich nichts dagegen wenn Rammstein an jeder Ecke spielen – so lange ich auf den Festivals Alternativen habe. Denn mehr als einmal muss ich mir das nicht anschauen.

      Du hast sicher Recht, wenn du sagst es wird schwer Bands mit neuem Album am Markt exklusiv zu bekommen. Aber auf die muss man ja nicht unbedingt zurückgreifen, wenn man etwas Exklusives sucht. Klar dürfte sein: Für Exklusivität muss man halt ein paar Euro mehr hinlegen oder anderweitige Zugeständnisse machen. Sei es eine vorgelagerte oder anschliessende Tour mit dem gleichen Veranstalter, Erfüllen von Bandwünschen der Gruppe, usw.

      Aber mal was ganz anderes und ziemlich grundlegendes: Ich finde Exklusivität von Bands wird massiv überschätzt. Die Frage ist woher kommt das? Eine Komponente ist die Rivalität bestimmter Festivalistengruppen untereinander. „Mein Festival hat xyz und bei Euch spielen nur adc“.
      Der wichtigere Aspekt aber meiner Meinung nach ist die Marketingmaschinerie des Branchenführers, die ständig neue Superlative ausspuckt. Damit werden Erwartungen geweckt, die man so einfach nicht befriedigen kann oder will. Man bildet sich aber ein sich das leisten zu können, weil für jeden der frustriert vom Festival abspringt ein neuer die freigewordene Karte kauft. Auch bei einem Einstiegspreis von 140 Euro.
      Problem: Die allgemeine Motzkimentalität der Ring und Parkbesucher liegt imho genau darin begründet und überträgt sich auch auf die Bewertung anderer Festivals.

      Kommen wir da auf einen gemeinsamen Nenner?

      • Si, Signor!
        Ich kann mit Exklusivität ebenso nix anfangen. Mir ist es sogar lieber, wenn meine Lieblingsband möglichst alle Äcker abgrast. Hat die Vorteile: Ich kann mir aussuchen, wo und mit welchen anderen Bands ich sie zu welchem Preis sehe und der Rest der Festivalmenschheit kann diese Band auch für sich entdecken ;-).

        Ich glaube, dass exklusive Bands in Headlinergröße so gut wie nicht mehr zu machen sind. Spinnen wir mal rum: System of a Down reißen sich exklusiv für RaR nochmal zusammen. Wieso sollten sie das tun? Für Geld? Dann doch lieber für 10´bis 20 Shows zurückkommen und richtig abkassieren. Ich tippe mal die großen Festivals würden denen die Kohle und Zugeständnisse vorbehaltlos hinterher werfen. Exklusivität im unteren Segment gibts da bestimmt eher, aber mal ehrlich…außer dem Nerd und Superfan interessiert das doch keinen…

        Ich selbst war noch nie am Ring, finde dieses Festival aber sehr unsymphatisch. habe mir schon viele Videos und Dokus angeschaut und mir von Freunden berichten lassen. Mein Fazit: Da kann kommen wer will, ich werd nie dahin fahren. Bezüglich RaR werde ich meine Vorurteile auch immer schön weiter pflegen! ;-)

  2. Also ich nehme mal an dem durchschnittlichen RaR-Besucher ist es völlig latte, ob Rammstein hinter den Alpen auch ein paar Festivals spielen. Ich kann mir da keinen Zugzwang vorstellen. Warum sollte da Kritik kommen?

    • Mag sein dass ich wieder etwas zu nerdig reagiere.
      Kann mir aber schon vorstellen dass die anfängliche Zufriedenheit der durchschnittlichen Benutzer der gängigen Park- und Ring-Foren darunter leidet, dass Rammstein auch bei den „kleinen“ Festivals Nova Rock und Greenfield spielen werden. Man kann natürlich vortefflich darüber diskutieren in wie weit diese Gruppe repräsentativ für alle Festivalbesucher ist.
      Schau mal nach. Im Ringrocker wird schon der böse Stempel „Festivalhuren“ ausgepackt. Die Erwartung dort ist nun mal ein exklusives Lineup zum Jubiläum.

    • der durchschnittlichen RaR-Besucher kommt sowieso, egal wer spielt,
      allerdings hätte er auch gerne eine rechtfertigung für seine 140 euro.

  3. eine durchaus interessante bestätigung für dieses sympathische festival,
    welches ich schon mehrmals auf meinem tanzkärtchen hatte,
    wahrscheinlich aber dann doch erst in der übernächsten saison.

    durch diese bestätigung wackelt nun natürlich der rar/rip thron.
    sollte sich das nova rock nun auch noch in die rammsteinkette eingliedern
    wäre die band dort zwar exclusiv in deutschland,
    aber wenn juckt das noch in zeiten eines gemeinsamen europäischen gedankens?

    was bleibt ist die hoffnung der ring- und parkrocker auf einen lieberbergschen coup,
    der die anderen festivals neidvoll erblassen lässt.

    • In der Tat wird der „Wert“ Rammsteins für das Ring Billing mit dem heutigen Tag reduziert und wenn das Nova Rock noch zuschlägt sehe ich MLK in Zugzwang nachzulegen um sich nicht geballter Kritik des Volkes ausgesetzt zu sehen. 140 Euro Einstiegspreis wollen schliesslich gerechtfertigt werden.

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