Mit spin.com sprach Deftones-Frontmann Chino Moreno über das verworfene Album “Eros”, das kommende Album und den aktuellen Zustand von Bassist und bestem Freund Chi Cheng.

Well, I’ve been wanting to record a fantasy album like White Pony, where the lyrics are less, ‘This is my life and this is what we’re going through.’ It helps take us away from reality. I don’t like listening to people’s problems — I like music.

Chino Moreno über die Texte den neuen Albums

Vier Jahre sind seit dem letzten Deftones Release “Saturday Night Wrist” ins Land gezogen. Im Mai nun soll das 6. Studioalbum der Band den Weg in die Läden finden. Eigentlich hatten sie schon vor einem Jahr eines mit Namen “Eros” fertiggestellt, es nach dem folgeschweren Autounfall von Bassist Chi Cheng jedoch in der Schublade verschwinden lassen.

Im Interview versichert Frontmann Moreno man habe das experimentelle und dunkle “Eros” nicht komplett abgeschrieben. Nachdem Cheng es aber mit eingespielt hat, wollte man es auch mit ihm veröffentlichen und wartet nun darauf, dass sich der Bassist erholt und wieder ins Leben zurückkehrt. Die Entscheidung einen Schnitt zu machen und sich an ein komplett neues Album heranzuarbeiten habe der Gruppe geholfen nach dem Schicksalsschlag in die Zukunft blicken zu können.

Er, Moreno, habe Chi Cheng über Weihnachten zuletzt gesehen und festgestellt, dass er langsam Fortschritte mache. Eineinhalb Jahre nach dem Unfall befände er sich noch immer in einer Art Halbwach-Zustand. Er öffne die Augen und schaue Dich an, könnte aber noch nicht mit seinem Gegenüber kommunizieren. Man habe einen Spezialisten von der Ostküste zugezogen, der sich auf neue Verfahren verstehe. Der Mann habe eine Erfolgsquote von 85% Patienten wie Chi Cheng ins Leben zurückzuholen. Deswegen sei er, Moreno, auch immernoch optimistisch gestimmt, auch wenn ihm sein Freund und die Gespräche mit ihm sehr fehlen würden.

Angesprochen auf die kommende Platte sprach Moreno von einer gelungenen Mischung von harten und experimentellen Songs. Keine Minute des Albums fühle sich an als sei sie überflüssig. Seiner Meinung nach ist es eines der besten Alben, die die Deftones bisher abgeliefert hätten.
Wo die Reise textlich hinginge wollte der Interviewpartner noch wissen. Darauf Moreno: Er habe wieder ein Phantasie-Ablum wie “White Pony” machen wollen bei dem die Texte nicht im “Das ist mein Leben und das machen wir durch” versinken. Das helfe ihm aus der Realität zu entfliehen. Er möchte sich nicht die Probleme der Leute anhören, sondern viel lieber Musik. Und diese mit Problemtexten zu behaften sei in den 90ern eingeführt worden und mittlerweile einfach abgegriffen. Auch in das andere Extrem will er nicht verfallen, nämlich dämliche Texte zu schreiben wie man sie von den Black Eyed Peas kenne. Vielmehr möchte er virtuelle Bilder malen und keine Geschichten mehr erzählen. Mit dieser Art von Lyrics, wie sie beispielsweise The Cure schrieben, sei er schliesslich aufgewachsen.

Das ganze Interview findet ihr auf spin.com.

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