Am liebsten würde der in der Heimat nicht unumstrittene “Gesellschaftliche Rat für Sittlichkeit Weissrusslands” das am 7.März in Minsk angesetzte Rammstein Konzert einfach verbieten. Sehr zum Bedauern der Behörde lässt sich das aber nicht mehr durchsetzen, weil bereits Karten für das Konzert der Berliner verkauft worden sind. Die Lösung sieht die von Präsident Alexander Lukaschenko gestützte Moralkommission darin, Rammstein kurzum zum Staatsfeind zu erklären und das Konzert mit strengen Auflagen zu belegen.

So soll es Rammstein verboten werden in der Show pornografische Elemente oder Verherrlichung von Gewalt zur Schau zu stellen. Auch Symbole, die andeutungsweise faschistischen Hintergrund haben, sollen in Minsk tabu sein. Dürfte eine blutleere Show werden, die das Publikum zu sehen bekommt.

Bei Zuwiderhandlung seitens Rammsteins will der Rat hart durchgreifen und die Band notfalls kurzfristig hinter Gitter bringen. Als Vorlage dient der weissrussischen Behörde das Vorgehen in Amerika. Dort waren zwei Bandmitglieder wegen der Andeutung von Analsex auf der Bühne eine Nacht im Gefängnis festgesetzt worden.

5 Kommentare

  1. “Dürfte eine blutleere Show werden”
    Ich finde es schon recht schwach seine Shows auf fashistische und pornographische Symbole/ Praktiken aufzubauen. Künstlerische Freiheit, bzw Provokation hin oder her, Weissrussland sollte als Beispiel stehen für den Rest der Welt.

    • Ich sage nicht dass ich das toll finde, aber so sind eben Rammstein. Beschneidet man die Band um deren provokative Elemente wird sich das negativ bemerkbar machen.

Comments are closed.