Knapp 2 Wochen nach der Bestätigung von The Prodigy legt das schweizer Greenfield Festival zünftig nach. Gleich mit 7 Neuzugängen wartet man in der Nacht auf, die da wären HIM, Porcupine Tree, Danko Jones, Subway To Sally, Coheed & Cambria, The Dillinger Escape Plan und Bleeding Through.

Festivalpässe für das Greenfield sind für 198 Schweizer Franken, umgerechnet rund 134 Euro zu haben. Strassenpreis in Deutschland liegt allerdings bei 149,23 Euro. Darin enthalten ist nicht nur Camping und Mülldepot in Höhe von CHF 10,-, sondern auch die Bahnanreise, der Busshuttle zwischen Bahnhof und Festivalgelände und für Autofreunde der Parkplatz am Festival.


Das sagt man selber zu seinen Neuen:

Was in einem unschuldigen Ort im kalten Finnland begann, zählt heute zu den miterfolgreichsten Bands in Europa. Sänger Ville Hermanni Valo gründet zusammen mit ein paar guten Kumpels die Band HIM. Die drei Buchstaben stehen für “His Infernal Majesty” und die Songs der Finnen bringen stets etwas Morbidität mit sich. Es müffelt ein wenig nach Gruft und das höchsterfolgreich.
Ausverkaufte Konzerte, 3 “Comet” Auszeichnungen und 7 Studioalben. Das aktuellste Album “Sreamworks: Love In Theory And Practice” ist im Februar diesen Jahres erschienen.

Die Anfänge der Progressive-Rock-Band Porcupine Tree aus England gehen zurück bis in die späten 80er Jahre, als Steven Wilson bei sich zu Hause das erste Tape aufnahm. Aus Angst, als “Hobbymusiker” nicht genügend Annerkennung zu bekommen, gründete er die fiktive Band “Porcupine Tree”, die sich angeblich nach einem längeren Gefängnisaufenthalt auf einem Rock-Festival in den 1970er Jahren zusammengefunden hätte. Aus Idee und Fiktion wurde Wirklichkeit. Die Band wird aus 5 Mitgliedern formiert und der erste Plattenvertrag liegt unterzeichnet auf dem Tisch. Konzerte und insgesamt 10 Alben, DVD’s und viele weitere Projekte folgten.

Die Musik ähnelt legendären Bands wie KISS oder AC/DC. Die Liveauftritte gelten als unvergesslich. Stets leicht selbstironisch und gerne mal vulgär “angehaucht”. Das kommt nicht von irgendwo her. Denn der Frontsänger Danko Jones verdiente in früheren Tagen sein täglich Brot als Verkäufer in einem Sexshop in Toronto.  Seit über 14 Jahren im Musikgeschäft führt kein Weg an ihnen vorbei. Eine Platte der Band gehört in jede gut sortierte Sammlung.

Es ist schon ein besonderer Anlass, wenn eine Band ihr zehntes Studioalbum vom Stapel laufen lässt. Das aktuelle Album “Kreuzfeuer” gilt als weiteres Meisterwerk der Potsdamer Subway To Sally. Die Spanne reicht von düsteren Gänsehaut-Balladen über Songs mit mittelalterlichem Flair in Richtung Unplugged-Rock bis hin zu brachial riffenenden Metal-Hymnen.  Eins ist klar – die Setlist dürfte  beim Greenfield Festival für prächtige Stimmung sorgen. Den Live-Auftritt  der FolkRock/ Metalband sollte man geniessen, denn sie haben nach dem Dauerstress der letzten Jahre erst mal vor, eine Pause einzulegen.

Die Band Coheed & Cambria lässt sich in keine Schublade stecken. Indie, poppiger Metal, Progressive- Rock, alles hat seine Berechtigung. Was düstere Stimmung und die hohe Stimme von Claudio Sanchez unterstreicht, gehört zu der New Yorker Band, die sich ganz dem Sience Fiction verschrieben hat. Denn ganz nach dem Szenario der Paralellwelt hat sich die Band benannt. Der Kampf gegen ein Weltraummonster im Fantasycomic, in dem das Pärchen Coheed und Cambria mitspielt, war ausschlaggebend für den Namen der Band. Ab geht’s in eine andere Welt, gemeinsam mit dem typischen “Coheed-Sound”.

Aus den Ruinen der Band Arcade wird 1997 The Dillinger Escape Plan. Die amerikanische Rockband aus New Jersey fährt eine Mischung aus Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen zusammen mit Industrial-Gebretter und einigen Metal- und Hardcore-Einflüssen auf. Es folgt ihr Debütalbum “Under The Running Board”. Schon im November 98 spielen sie auf den Brettern des Milwaukee Metal Festival. Von den erwähnten Brettern blieb nach ihrem Auftritt nur noch so was wie “Schutt und Asche”.
Auf der im Jahre 2002 erschienenen EP “Irony Is A Dead Scene” singt kein geringerer als Faith No More Frontman Mike Patton. Sie spielen als Vorband von System of a Down und merken anhand des Publikums, dass sie für den Mainstream-Zuhörer doch eher schwer verdauliche Kosten sind. Kritiker bezeichnen sie dennoch unter anderem als “Beste Live Band der Welt”. Es folgen gemeinsame, über zwei Jahre andauernde Tourneen mit Bands wie Slipknot oder Megadeath. Die Band veröffentlicht in zehn Jahren 11 Alben.

Bleeding Through haben die Schnauze voll von den vielen eintönigen Hardcore-Acts und bauen gekonnt immer wieder mal ein paar ruhigere Elemente in ihre Songs. Die Combo aus Orange County teilte sich unter anderem  2004 an der berühmten Ozzfest Tour die Bühne mit Bands wie Slipknot, Heatbreed, Arch Enemy und vielen anderen.
Entstanden 1998, legen sie mit ihrem Debut “Dust of Ashes” 2001 los und verschaffen sich Gehör in der Szene. Mittlerweile sind bereits fünf Studioalben auf dem Markt. Das aktuelle 6. erscheint in diesem Jahr.

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[important color=green title=”Lineup Greenfield 2010″]Beatsteaks
Callejon
Coheed & Cambria
Danko Jones
Heaven Shall Burn
HIM
Hot Water Music
Porcupine Tree
Rammstein
Subway to Sally
The Dillinger Escape Plan
The Hives
The Prodigy
Turbostaat
WIZO[/important]