Erst am Sonntag sollte ich bemerken, dass der Bühnenbereich am Gurten 24 Stunden geöffnet hatte. Die folgenden Eindrücke entstanden um ca 9 Uhr morgens. Überall sieht man fleissige Helfer den Unrat des Vortages wegräumen und neue Müllbeutel für die „Dreck Ättack“ aufzubauen. Die Sauberkeit am Gurten ist beispielhaft. Noch nie zuvor war ich Gast eines Festivals, auf dem es so friedlich und sauber zuging wie auf dem Gurten.
Auch in Sachen Kundenfreundlichkeit und Umweltfreundlichkeit ist das Gurten einsame Spitze.
Dafür sorgt nicht zuletzt auch das Comfort Team. 30 Helfer in weissem Outfit rannten permanent über das Gelände und beantworteten Fragen, cremten die Festivalisten auf Wunsch mit Sonnenschutz ein oder führten versprengte Familien wieder zusammen. Auch Gehörschutz oder Condome konnte man kostenlos von Ihnen erhalten. Erstere waren auch an den Bühnen von den ausserordentlich freundlich-friedlichen Securities zu bekommen.
Das Wetter war für Gurtenverhältnisse brilliant und doch liessen sich an den Hauptpassagen auf dem Campingplatz kleinere Schlammwege nicht verhindern. Über Nacht wurden diese mit Stoff und Holzspreissel trocken gelegt und auch im Laufe des Tages immer wieder ausgebessert. Ein Superservice genau wie das verlegen kritischer Stellen auf und ausserhalb des Bühnenareals mit den 6eckigen Trittplatten.
Die Umweltfreundlichkeit drückte sich nicht nur in der Aktion „Dreck Ättack“ aus. Man legte auch bei den Pfandartikeln wert auf wiederverwehrtbare Becher und PET-Flaschen und nutze Besteck und Teller, die später in umweltfreundliche Energie umgewandelt werden können. Zusätzlich sorgt man in Zusammenarbeit mit dem WWF für den Schutz eines Amazonasgebiets. So will man wenigstens einen Teil der durch das Event verursachten rund 650 Tonnen CO2 kompensieren.