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Royal Republic in der Würzburger Posthalle – m/ein echter Geheimtipp

Foto: Thomas Peter

Am gestrigen Abend gastierten Royal Republic erstmals in Würzburg. Als Unterstützung hatten sie Eternal Tango mitgebracht. Auf Einladung Argos durfte ich dem Konzert samt Kamera beiwohnen. Das passte auch deswegen gut, weil uns schon im Vorfeld bekannt war, dass Royal Republic um Mitternacht fürs Open Flair bestätigt werden würde.
Nach dem Konzert mit dieser Info konfrontiert, hoffte ich insgeheim auf ein paar weitere Namen. Da wurde die Band aber schnell einsilbig und verwies auf ihren Tourmanager.  Ja, es gäbe derzeit vielversprechende Verhandlungen auch mit anderen deutschen Festivals, meinte der, aber spruchreif wäre noch nichts. Seis drum.

Das Konzert war aus Sicht eines Fotografen eher mau. Das liegt schlicht und einfach an den Lichtverhältnissen in der Posthalle in Kombination mit meinem limitierten Equipment. Da tat es gut zu hören, dass Kollegen mit überlegenem Material auch fluchten.
Insbesondere Eternal Tango Sänger David Moreira wich immer wieder auf Center-Boxen und dadurch Dunkelspots aus. Etwas besser war die Ausleuchtung dann beim Hauptact Royal Republic – aber das war schnell nur noch Nebensache.

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Rund 250-300 Besucher füllten die kleinste Variante der Posthalle aus und waren stimmungsmässig von Anfang an gut dabei. Zum Schluss brachte man den Saal sogar zum kollektiven Niederknien. Kein Wunder. Denn den Schweden merkt man nicht an, dass sie erst seit 2007 zusammen als Royal Republic auftreten. Alles wirkt wohl eingespielt und macht richtig Laune. Fronter Adam Grahn ist eine echte Rampensau und wusste mit viel Wortwitz das Publikum an sich zu binden. Leider hat die Band bisher mit „We Are The Royal“ nur ein Album vorzuweisen – was sich natürlich auf die Spielzeit auswirkt. Immer mal wieder wurden Songs anderer Musiker wie Metallica oder auch Culture Beat als Überleitungen zu eigenen Liedern herangezogen um die Show etwas strecken zu können.
Kurzum: Es war eines der stimmungsvollsten und beeindruckensten Konzerte, die ich bisher in der Posthalle erleben durfte. Royal Republic kann man jedem Festivalisten, der gerne mal eine frische Rockband entdecken möchte ans Herz legen. Auf Festivals dürften sie eher frühe Slots besetzen und somit um jeden froh sein, der sich da vor der Bühne einfindet. Geht hin, es lohnt sich.

Nach dem Konzert zeigten sich die Royals volksnah: Über eine halbe Stunde signierten sie alles, was ihnen vorgelegt wurde und beantworteten Fragen nach bestem Wissen und Gewissen – zumindest wenn sie sich nicht um bisher im Dunkeln liegende Festivaldaten drehten. Von diesem Engagement könnte sich so manch etablierter Act eine scheibe abschneiden. Royal Republic bleibt sicher in meinem persönlichen Fokus.

Written by Thomas Peter

ein diplomierter Biologe mit starkem Hang zu Fotokamera und der besonderen Festivalatmosphäre.

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