Wir pflegen Kontakt zu möglichst vielen Festivalisten und werden auch gerne gelesen. Geichzeitig sorgen wir uns aber auch um die Datensicherheit unserer Leser. Deshalb sollten man mal über Social Buttons reden.

Logo des heise Projekts

Es gibt sie von Google, Twitter und natürlich auch Facebook. Die kleinen Buttons durch deren Klick man Artikel Freunden empfiehlt oder einfach nur Danke für eine Info sagt. Uns hilft die Leiste unterhalb der Artikelüberschrift die Reichweite unseres Tuns zu vergrössern. Das ist schön, weil es letztlich auch hilft unsere Kosten zu reduzieren, bleibt aber nicht ganz ohne Folgen.

Beschränken wir uns einfach einmal auf den grössten Player. Fakt ist: Generell erhält Facebook eine Rückmeldung über jede angesurfte Seite, die einen Like-Button enthält. Egal ob man diesen nun drückt oder nicht. Das missfällt nicht nur der ein oder anderen bundesdeutschen Behörde. Mehr und mehr Internetbenutzer fühlen sich unwohl bei dem Gedanken gläserner Surfer zu sein.

Wie der australische Blogger Nik Cubrilovic nun herausfand, hört Facebook per Cookies auch dann munter weiter mit, wenn man sich eigentlich aus dem Facebook-Netz ausgeloggt hat und sich “in Sicherheit” wägt.
In gewohnter Weise winken die Offiziellen Facebooks ab, argumentieren dieses Verfahren würde nur aus Usability- und Sicherheitsgründen verwandt, nicht aber um seinen unersättlichen Datenhunger zu stillen. Dem kann man nun vertrauen, oder etwas gegen die Sammelwut der Amerikaner unternehmen.

Jeder kann beispielsweise seinem Browser verbieten, Cookies anzulegen. Das geht aber in der Regel auf Kosten des Surfkomforts. Hier kommt heise.de ins Spiel. Denn auch wir können dank ihnen etwas tun um Eure Privatsphäre gegenüber sozialen Netzwerken besser zu schützen.

Alternative, privatsphärefreundliche Nutzung der Social Buttons

 

Mit dem Projekt “Social Share Privacy” hat heise eine Möglichkeit entwickelt den Datenstrom zu Facebook zu unterbrechen indem die Social Buttons beim Betreten der Seite erst einmal deaktiviert sind.

Konkret: Ihr surft einen Artikel auf festivalisten.de an. Facebook und Co werden darüber nicht informiert so lange man nicht bewusst einwilligt und doppelt auf einen der ausgegrauten Buttons klickt.
Der erste Klick aktiviert den Button, mit dem zweiten sendet man das eigentliche Like. Schaut man sich den nächsten Artikel im Blog an, sind die Share-Buttons erneut erstmal wieder inaktiv und schweigsam.
Wen der doppelte Klick nervt und/oder das Mitloggen Facebooks nicht stört, der kann durch einen Klick auch alle Buttons dauerhaft für alle Artikel auf unserer Webseite aktivieren – sprich: den von vielen Seiten und aktuell auch uns gewohnten Zustand herstellen.  Das lässt sich später auch jederzeit widerrufen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind uns sehr wohl gewiss, dass eine solche 2-Klick-Lösung einige Likes und Retweets kosten könnte. Aber wir sind gewillt dies für mehr Datensicherheit in Kauf zu nehmen. Die Frage ist nur: Wie steht ihr, unsere Leser zu der Sache?

Interessiert Du Dich für eine solche Lösung? Würde es Dich stören für einen Like doppelt zu klicken und Du deshalb weniger oft liken? Oder bereitet Dir der Ist-Zustand eigentlich keine schlaflosen Nächte und man sollte die Buttons einfach so belassen wie bisher?