Seit 23:10 Uhr am gestrigen Abend bietet Google Apple und Amazon die Stirn in Sachen Musikshop im Internet. Aus Google Music Beta wurde Google Music. 

Weiterhin wird es jedem möglich sein bis zu 20.000 eigene Songs kostenlos in die Cloud von Google Music hochzuladen und von einem beliebigen Gadget aus darauf zuzugreifen. Sei es PC, Notbeook, Tablet oder Handy. So weit so unspektakulär.

Die Neuerungen sind es, die aufhorchen lassen: So können sich Nachwuchsmusiker eine Seite zusammembasteln um ihr Schaffen zu promoten und ihre Songs direkt ohne Label zu verkaufen. Ausserdem ist es ab sofort -zumindest in Amerika- möglich Musik über Google zu erwerben. Im Pool schwimmen etwa 13 Million Songs, weil neben den 3 Major Labels Sony, EMI und Universal der Musikindustrie auch kleine Labels mit ins Boot geholt wurden. Das vierte Alphatier, Warner Music, sträubt sich laut Wallstreet Journal noch mit Google zusammanzuarbeiten.

Einzelne Lieder kosten apple-like zwischen 0,99 und 1,29 Dollar.
Man muss aber nicht zwangsläufig Geld ausgeben um auf der Plattform aktiv zu sein. Erste Screenshots zeigen, dass sich im Songpool auch Gratistracks befinden.

Selbstverständlich ist der Musikshop eng mit Google+ und Android verzahnt. Jeder Kauf kann also im G+ Profil auftauchen und auch über das mobile Endgerät getätigt werden. Dabei ist man aber nicht auf Android-Geräte limitiert. Sogar über iPhone und iPad soll es mittels Web-Version von Google Music möglich sein Musik zu beziehen.

Neben dem schnöden Kauf von Musik will man dem Nutzer seinen Service mit Bandinfos, Interviews, und anderen Gratisinhalten schmackhaft machen. 200 Million Benutzer habe man seit dem Startevent von Google Music Beta im Mai bereits gewinnen können.

Wir in Mitteleuropa können das Geschehen derzeit nur interessiert zur Kenntnis nehmen. Google Music ist noch nicht offiziell bei uns angekommen. Unter music.google.com empfängt uns ein bestimmtes „We’re sorry. Google Music is currently only available in the United States“. Es soll aber möglich sein einen Account via amerikanischer Proxy-IP zu aktivieren und fortan regulär zu benutzen.