Mit acht Neuzugängen für seine Schlachtschiffe Hurricane und Southside wartet FKP Scorpio auf. Neben dem dritten Headliner The Cure wird mit Garbage noch ein weiterer Klassiker nach Scheessel und Neuhausen OE geladen. Ansonsten ist es eine musikalisch bunte Welle geworden, die für viele mindestens ein Sahnestückchen bereit halten sollte. 

Die komplette Welle:

The Cure | Kettcar | Garbage | Beirut | Pennywise | City And Colour | La Dispute | The Bronx

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Die Festivals zu ihren Neuzugängen:

Auch nach mehr als 30 unglaublichen Jahren Bandgeschichte beeindrucken The Cure immer noch mit ihren großartigen Songs quer durch alle musikalischen Schubladen. Dabei wirken sie jederzeit originell und bleiben stets ihrer eigenen Linie treu. Vielseitige Stücke wechseln sich mit Minimalismus ab, emotionale Texte paaren sich mit düsteren Soundstrukturen und nebenbei wird das Talent, perfekte Popsongs zu schreiben, immer wieder auf´s Neue deutlich. Mit ihrem 2011 erschienenen Live- Album haben sie bewiesen, dass sie noch immer mit Spaß bei der Sache sind und mit den Jahren nichts von ihrer Bühnenpräsenz verloren haben. The Cure und Robert Smith sollte also wirklich jeder auf dem Zettel haben. Vor allem die, die es in den letzten 30 Jahren nicht geschafft haben, sie zu sehen.

Lange hat man von ihnen nichts mehr gehört. Umso genialer, dass sich Garbage nach ihrer Pause zurückmelden und nun unser Line Up zieren. Die Zeit wurde natürlich sinnvoll genutzt. So hat sich Sängerin Shirley Manson beispielsweise um ihr Soloprojekt gekümmert und Schlagzeuger Butch Vig hat beim neuen Foo Fighters- Album als Produzent seine Finger im Spiel gehabt. Wo gerade die Worte „neues Album“ fallen: das neue Werk von Garbage ist für März / April 2012 angekündigt. Wir können uns also sicher auch live neben gestandenen Klassikern wie Only Happy When It Rains, Queer oder Milk auf neues Elektro-Pop/Grunge Material von Garbage freuen.

Mit ihrem ungewöhnlichen Mix aus verschiedensten Instrumenten und Sounds macht Beirut in letzter Zeit ganz schön auf sich aufmerksam. Bei der Band sind unter anderem Instrumente wie Ukulelen, Bläser und Streicher gepaart mit Akkordeon- klängen in Gebrauch. Das klingt frisch und unverbraucht und beschert Beirut momentan einen regen Zulauf an neuen Fans. Die Band um den jungen, talentierten Multiinstrumentalisten Zach Condon, welcher das erste, fast schon orchestralische Beirut-Album völlig im Alleingang aufgenommen hat, warf im August das dritte Erfolgsalbum „The Rip Tide“ auf den Markt und ist gerade gefragt wie nie zuvor. Umso erfreulicher also, dass wir sie an Bord haben.

Das Kettcar-Debüt “Du Und Wieviel Von deinen Freunden” war eine Platte, die vieles geändert hat in der deutschen Musikszene. Die ein Feld bestellt hat, auf dem andere ernten – und zwar bis heute. Viele Musiker und Bands berufen sich auf Kettcar. So läuft es eben, wenn man den Status Quo umkrempelt. Kettcar haben neue Worte und neue Klänge gefunden, die bis heute widerhallen, denn sie richten sich nicht im Bewährten ein. Hier wird kein Markt erforscht, keinem realen oder vermuteten Fan nach dem Mund geschrieben. Bei Kettcar muss es weitergehen, immer weiter. Zum Beispiel auf dem kommenden Album „Zwischen Den Runden“ mit dessen Songs im Gepäck die fünf Hamburger Euch beweisen werden wie schön es sein kann das Seelenleben nach außen zu krempeln.

City and Colour ist das Soloprojekt des kanadischen Singer-Songwriters Dallas Green, der ursprünglich als Gitarrist und Sänger bei der Post-Hardcore Band Alexisonfire mit seinen Bandkollegen für kochende Konzertsäle gesorgt hat. Auf feste Unterstützung verzichtet er also nun und widmet sich seinen eigenen, ruhigen, vom Blues angehauchten, Rocksongs oder auch schönen und genauso melancholischen Akustiksounds. Die verschiedenen Genre- und Stileinflüsse fügen sich wunderbar zusammen und machen das Hören und Genießen seiner Songs zu einer leichten Übung. Live erwartet einen, dank seiner teils sehr persönlichen Lieder, eine intime und persönliche Atmosphäre, auf die sich jeder einlassen sollte.

Ihre Shows faszinieren aktuell jeden Konzertbesucher und überzeugen in voller Breite. Auch über ihr letztes Album „Wildlife“ fallen Worte wie „Meisterwerk“ oder „Platte des Jahres“. Muss also wohl etwas dran sein an der Musik der vier Jungs aus Grand Rapids, Michigan. Ein großes Lob muss man in jedem Fall Sänger Jordan Dreyer aussprechen. Er trägt mit seinem Sprechgesang gefühlvoll winselnd und im nächsten Moment energisch brüllend, zusammen mit seinen talentiert aufspielenden Bandkollegen La Dispute, die Zuhörer durch alle Emotionen, die man sich vorstellen kann. Hier bekommt man leidenschaftlichen Post-Hardcore von heute geboten. Wir können Euch nur raten: „Tut Euch selbst einen Gefallen und verpasst sie nicht“.

Pennywise, das sind vier Kalifornier, die sich 1988 entschlossen haben, die Punkszene aufzumischen. Von Anfang an legten sie Wert auf intelligente Texte, die den Hörer zum Nachdenken anregen sollten. Von Album zu Album stieg ihre Popularität, sodass sie sich bald in die Oberliga des Punks einordnen konnten. 2009 verlässt Sänger Jim Lindberg die Gruppe nach 20 turbulenten Jahren aus persönlichen Gründen. Das Ende der Band bewirkt er dadurch nicht: Randy Bradbury (Bass), Fletcher D. (Gitarre) und Byron McM. (Drums) machen mit neuem Sänger und langjährigen Freund namens Zoli Teglas (auch Sänger der Band Ignite) weiter und kehren dieses Jahr auch auf unsere Festivalbühnen zurück.

Hier haben wir es mit einer Band zu tun, die einem mal wieder ordentlich die Gehörgänge sauber pustet. Es wird gerockt, geschrammelt, gebrüllt und das Ganze mit den dazugehörigen Rockposen. Bei The Bronx läuft alles auf höchster Drehzahl und so treiben die kräftigen Songs einen stets zur unvermeidbaren Ekstase. Im Prinzip wird hier alles geboten, was man sich von einer Rockshow erhoffen kann. Wenn erst einmal die brillanten Riffs, stampfenden Drums in Kombination mit ihrer Live-Energie auf das Publikum übergesprungen sind, entfesseln sie einen wahren Sturm der Begeisterung dessen Ende niemand herbeisehnt. Na, da haben sich die Jungs mit dem Hurricane / Southside ja genau das richtige Festival ausgesucht.

3 KOMMENTARE

  1. Tja, eine Bestätigungswelle die mich jetzt nicht gänzlich vom Hocker reißt.
    Positiv hervorzuheben sind aber Kettcar | Beirut und City and Colour!

  2. Nur so nebenbei, bei Pennywise ist der aktuelle Bassist nicht Jason Matthew Thirsk, sondern Randy Bradbury. Jason starb bereits 1996. Kann man vielleicht ändern und dann diesen Kommentar löschen. Danke schön.

    • Danke ich geb es an FKP Skorpio weiter.
      Istja die Pressemeldung die wir unter “Die Festivals zu ihren Neuzugängen” zitieren.
      Bei uns jedenfalls gefixt. Danke!

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