“Wir buchen immer zuerst die sechs Headliner für die drei Tage auf den beiden Hauptbühnen.” diktierte Andre Lieberberg einst der Rhein-Zeitung ins Blatt. Da macht auch 2014 keine Ausnahme. Zumindest was die Booking-Strategie angeht: Mit Metallica, Iron Maiden, Linkin Park und Kings Of Leon stellt die Marek Lieberberg Konzertagentur in der ersten Bestätigungswelle für die prestigeträchtigen Abschlussslots der Centerstage zwei klassisch-urige Hardrockbands zwei eher kontemporären “Mainstream”-Acts gegenüber.

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Zwei plus zwei macht vier. Es wird 2014 also doch vier Tage zur Sache gehen. Allerdings anders als beim Ring-Jubiläum 2010. Damals wurde ein verkappter Donnerstag als Tag 4 definiert.  Bei Rock am Ring kommt es nächsten Sommer ähnlich. Das Festival startet bereits donnerstags, endet regulär sonntags. Bei Rock im Park allerdings wird wie gewohnt erst freitags Musik gespielt. Dafür zieht sich das Festival bis hin zum Montag.

Rock am Ring/Rock im Park – Die Headliner

Rückwirkend dürfte sich mein WTF-Posting im Forum erklären, denn das Trio Iron Maiden, Metallica und Kings Of Leon sah im Vorfeld so gut wie niemand im engeren Kandidatenkreis. Weder Metallica, noch Iron Maiden oder Kings Of Leon hatten zuvor irgendwelche europäischen Tourdaten bestätigt.
Dazu kommt: In den letzten Jahren setzte die Booking-Abteilung MLKs im weitesten Sinne eher auf kontemporäre Headliner wie 30 Seconds To Mars oder Volbeat oder deutsche Heroen. Ein Jahr vor dem 30jährigen Ring-Jubiläum erfolgt eine teilweise Rückbesinnung – zumindest in der Kopfzeile. Internationale Oldies sind diesmal die Goldies.

Insbesondere an den letzten Auftritt von Iron Maiden dürften sich nur die Älteren unter uns noch erinnern. Zwar standen die britischen Hard-Rock- und Heavy-Metaler in den vergangenen Jahren immer mal wieder in der Gerüchteküche, ins Ring-Programm aber haben sie es seit 2005 nicht mehr geschafft. Und sind wir ehrlich: Kaum jemand hätte damit gerechnet nochmals auf die alten Haudegen als Agitatoren am Ring zu treffen. Nicht nachdem Andre Lieberberg dem Ring ein “Jugendkurs” verbunden mit einer Öffnung über den traditionellen Tellerrand hin zu unrockigen Genres verschrieben hatte.
Auf knapp 39 Jahre Bandgeschichte können Iron Maiden, die Verfechter und Wegbereiter des 1980er Heavy Metal, zurückblicken. Metallicas Kirk Hammett, gerade 51 Jahre alt geworden, gibt explizit an, Iron Maiden habe seinen Werdegang massgeblich beeinflusst.

Apropos: Erinnerungen an eben jenen Stammgast Metallica und die an Kings Of Leon dürften den meisten Rock am Ring-Fans noch wesentlich präsenter sein. Schliesslich liegen die letzten Besuche noch nicht allzu lange zurück.

2011 bildeten Kings Of Leon gemeinsam mit Coldplay und System Of A Down das Dreigestirn am Ring. Müssig zu erwähnen, dass sie als Headliner die wenigste Wertschätzung der damaligen Formation erfuhren. Die Geschichte dürfte sich wiederholen, trotz des neuen Albums “Mechanical Bull”, das in Deutschland immerhin auf Platz 2 der Charts klettern konnte.

Abgesehen von ihrer Paranoia das europäische Abendland könnte im Euro versinken, machten Metallica 2012 insbesondere wegen eines enormen logistischen Aufwands von sich reden. Eigens für sie wurde die Centerstage einen dreieckigen Bühnenausleger mit abgetrenntem Moshpit ausgerüstet, von Metallica Snakepit getauft. Zentrales Element der Show war damals das Black Album, das in Gänze performt wurde – inklusive der enthaltenen Hits Enter Sandman, Sad But True, Wherever I May Roam, Nothing Else Matters und The Unforgiven.
Interessant wird sein, in wie fern die Band erneut mit Sonderwünschen anreisen wird. Schliesslich liess Metallica verlauten, man wolle versuchen ihren aufwendigen 3D-Konzertfilm Through The Never zumindest partiell in eine Bühnenshow zu verpacken. Ihr eigentliches Ziel, Glastonbury, scheint auch 2013 unnahbar. Gut, das der Ring willig ist und die starken Zugpferde immer wieder gerne mit offenen Armen aufnimmt. Mittlerweile zum sechsten mal. Willkommen zurück.

Auch Linkin Park kommen gut und gerne immer wieder. Zum fünften mal werden sie kommenden Sommer in der Boxengasse des Nürburgrings performen, bleiben Metallica also beim Rennen um die meisten Kopfzeilenslots am Ring dicht auf den Fersen. Bereits beim Download Festival bestätigt, waren Linkin Park der wahrscheinlichste Kandidat aus dem dortigen Programm für die Ring-Kopfzeile.

Rock am Ring/Rock im Park Tickets

Am 27. November, 9:00 Uhr startet der Vorverkauf für die Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park. Am Nürburgring kostet das 4-Tage-Ticket zunächst 189,- Euro, in Nürnberg 185,- Euro. Dieser Einstiegspreis hat bis 15. Dezember Gültigkeit. Danach steigt er in der zweiten von drei Stufen auf 199,- Euro am Ring bzw. 195,- Euro im Park.

Die “vergünstigte” Kombination aus Rock am Ring bzw. Rock im Park und Rock N Heim kostet Festivalisten 299 respektive 295 Euro.

Nachschlag im LineUp von Rock am Ring/Rock im Park soll es bereits Anfang Dezember geben.