Wenn MainTicket um 9 Uhr den Vorverkauf von Rock im Park Tickets beginnt, lauert im Online-Shop ein Aufreger für Anhänger des Centerstage Campings. Erneut wurde das Luxuscamping verteuert, von 100 Euro auf mittlerweile 150 Euro.

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Schon im letzten Jahr hatten sich das Centerstage Camping empfindlich von 50 Euro auf 100 Euro verteuert. Jeder sah das Ende der Fahnenstange erreicht – ausser die Veranstalter. Die drehen die Preisschraube um weitere 50 Euro nach oben. Inklusive Frühbucherfestivalticket wird man 335 Euro auf den Tisch legen! Traurige Realität: Wahrscheinlich werden sich auch dieses Jahr wieder genügend willige Käufer finden.

Von 30 auf 150 Euro in vier Jahren

Centerstage Camping montags, Foto: Thomas Peter

Mit Tränen in den Augen werden sich einige Ur-CSCler noch ans Jahr 2011 erinnern. Für 30 Euro kam man damals in den Genuss fast aller Annehmlichkeiten, die auch heute noch als Teil des CSC-Angebots angepriesen werden. Ausgenommen der Platzreservierung vorab und den Nahrungsangeboten.
Wer zusätzlich zum Rock im Park-Ticket die Centerstage-Option bucht, baut sein Zelt etwa 200 Meter hinter der Centerstage auf. Ein spezieller Eingang bietet direkten Zugang zum Hauptbühnen-Gelände, die Nutzung der sanitären Anlagen ist kostenlos – aber nicht immer ohne Warteschlange möglich. Direkt um die Ecke kann man sein Auto abstellen und schleppt deshalb Gepäck maximal 1km durch die Gegend.
Auf dem Platz selber ist es ruhiger als anderswo – und natürlich wesentlich sauberer.

Alternativen

Für mich war schon dieses Jahr ein neuralgischer Punkt überschritten. Statt 100 Euro in einen Flecken grünen Rasen zu investieren, buchte ich ein Hostel und kam im 4er Zimmer mit 85 Euro übers Wochenende. Eigenes Bett, Dusche ohne Anstehzeiten, 10 Minuten bis zum Festivalgelände. Der bessere Deal – zumindest für mich.

Diese Entwicklung hat sich leider angedeutet, denn nach der PK bei Rock am Ring 2013 unterhielt ich mich mit dem Vertreter von Argo über eben jene 100 Euro fürs CSC. Er konnte nicht verstehen, dass ich den Preis als zu hoch einschätzte, meinte es soll ein Platz für Luxuscamper werden. Aus dieser Perspektive betrachtet dürfte der eingeschlagene Weg zum Erfolg führen. Die Konzentration von älterem, zahlungskräftigerem Klientel wird sich fortsetzten. Für Schüler und Studenten bleibt nur das Ausweichen auf das weit entfernt liegende Green Camping, die normalen Campingplätze oder eben eines der wenigen Hostels.