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So war’s: Hurricane Festival 2014

Hurricane 2014 - Foto: Steffen Neumeister

Walking Acts: Haben für mich persönlich keinerlei Mehrwert. Weder die Walking Acts auf dem Gelände noch die Krone über dem Eingang noch der leuchtende Smiley. Vielleicht sehen andere Leute das anders, ich hätte stattdessen allerdings lieber ein paar mehr Klos gehabt.

Hurricane 2014
Hurricane 2014

Statt jedes Jahr Geld für unsinniges Rahmenprogramm zu verschleudern, wäre es doch viel sinnvoller in die Infrastruktur auf dem Zeltplatz zu investieren. Denn kein Besucher wird sagen: Das Lineup entspricht nicht meinem Geschmack, aber der Smiley, das Riesenrad und die drei Detektive auf Stelzen waren so lustig – da muss ich wieder hin. Andersherum wird ein Schuh draus. Wenn dauerhaft Beschwerden über mangelhafte Organisation die Social-Media-Kanäle befüllen, sollte sich ein Veranstalter durchaus darüber Gedanken machen. Lieber eine Spielerei weglassen und mehr Manpower für den Einlass auf das Green Camp und die südlichen Zeltplätze zur Verfügung stellen. Das Riesenrad ist zugegebenermaßen aber schon ziemlich nett.

Lidl RockShop: Wir waren selbst nicht dort, das Ganze soll aber gut funktioniert haben. Lediglich Campingausrüstung, die man sonst immer bei Uncle Emma kaufen konnte, hat gefehlt. Steffen beschrieb die Situation vor Ort so:

Vor dem Eingang stand ein Security, der immer eine Handvoll Leute reingelassen hat und auch, wenn die Schlangen erst sehr lang aussahen, dauerte es keine fünf Minuten ehe wir drin waren. Jeder der rein kam, drückte erstmal sein Staunen aus. Von der Größe her sah er aus wie jeder normale LIDL, allerdings mit weniger Angebot, dafür mehr von allem. Außerdem gab es viele kleine Kassen statt wenigen großen.

Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass der Lidl die größte Verbesserung seit ungefähr 1997 ist.

Der größte Facepalm-Moment des Festivals: War nicht der Kerl, der einfach mal eiskalt eine Wassermelone in die Luft geworfen und zertreten hat (vielleicht Fußball-Entzug?!), sondern die Gruppe aus maximal 16jährigen Mädchen, die ein angezündetes Zelt mit Wir sind halt jung im Kopf geblieben begründet haben.

Hurricane 2014
Hurricane 2014

Fazit

Das war also das diesjährige Hurricane Festival und gleichzeitg Svens und mein Festivalauftakt in diesem Jahr. Wieder einmal gab es sowohl negative als auch positive Aspekte und wenn wir Zeit hätten, könnten wir noch über 8000 andere Dinge berichten. Die Lotsen, die Bändchenhol-Situation am Donnerstag und auch die Wellenbrecher lassen wir einfach mal raus. Ich persönlich habe selten ein so angenehmes Festival erlebt. Festival ist im Endeffekt einfach kein 5-Sterne-Urlaub und es gibt für jeden immer noch Dinge, die der Veranstalter verbessern könnte; vieles ist aber tatsächlich bloß meckern auf hohem Niveau.

Hach, Hurricane. Schön war’s wieder – so alles in allem betrachtet. Das Lineup und der Timetable waren, nunja, ausbaufähig. Aber im Endeffekt sehen wir uns sowieso im nächsten Jahr wieder.

Grüne Hölle Festival 2015 Logo, Quelle: Festival

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