melt logoGinge es nach dem Willen der Veranstalter des Melt! würde man die Ferropolis gerne ausbauen, um 2010 mehr Besucher auf dem Gelände unterbringen zu können. Im 12. Anlauf war es in diesem Jahr erstmals gelungen, alle Tickets im Vorfeld absetzen. Nun möchte man kommendes Jahr weiter wachsen. Zur Erinnerung: Heuer waren in der Spitze 30.000 Festivalisten vor Ort. Wieviele sollen es werden?

Festivalchef Matthias Hörstmann sagte bei der abschliessenden Pressekonferenz, man wolle im Gespräch mit dem Vermieter ausloten in wie weit man die nutzbaren Flächen in der Eisenstadt ausweiten könne. die Antwort des angesprochen Geschäftsführer des Ferropolis, Thies Schröder, lies nicht lange auf sich warten. Er äusserte sich gegenüber der dpa allerdings eher zurückhaltend gegenüber den Erweiterungsplänen. Schon in diesem Jahr habe man dem Festival etwa 40% mehr Flächen zur Verfügung gestellt als noch 2008. Es handle sich bei der Ferropolis nicht um ein reines Entertainment-Areal, sondern auch um ein Bergbaugebiet, gab Thies Schröder zu bedenken.

Es sieht also so aus, als wären dem Wachstum des Melt! enge Grenzen gesetzt. Bleibt also abzuwarten, ob das nächste grosse, deutsche Festival sich einen neuen Platz auf der Landkarte auspicken will/muss.

„Melt!“-Festival soll mehr Platz bekommen

Gräfenhainichen. Der Veranstalter des Musikfestivals „Melt!“ will das ehemalige Bergbaugelände Ferropolis für mehr Besucher im nächsten Jahr erweitern. Nach dem ausverkauften zwölften Jahrgang soll mit dem Ferropolis-Betreiber geklärt werden, wie viel Fläche mehr genutzt werden könne, sagte Festivalchef Matthias Hörstmann zum Abschluss. „Das familiäre Gefühl aber bleibt.“ Nach dem Erdrutsch am Bergbausee nahe Nachterstedt äußerte der Geschäftsführer des Ferropolis-Geländes, Thies Schröder, aber Bedenken hinsichtlich einer Erweiterung. Es sei zu berücksichtigen, dass Ferropolis auch Bergbaugebiet ist. Die Halbinsel ist umgeben vom Gremminer See, der nach dem Ende des Bergbauförderung Anfang der 90er Jahre geflutet wurde.

In diesem Jahr habe „Melt!“ schon etwa 40 Prozent mehr Fläche genutzt als im Vorjahr, sagte Hörstmann. Die Britpop-Band Oasis hatte in der Nacht zu Montag das Programm auf der Hauptbühne vor rund 24.000 Zuschauern beendet. Auf drei anderen Bühnen ging die Party für die Fans der Indie-Elektro-Musik jedoch bis Montagmittag weiter. Erst dann klang auch im 24-Stunden-Tanzbereich die Party aus.Zu dem dreitägigen Festival kamen mehr als 30.000 Zuschauer. Für das kommende Jahr ist auch geplant, die sanitären Probleme weiter zu verringern und die Besucher im Vorfeld abstimmen zu lassen, wen sie gerne sehen wollen.

dpa