Dass Jesse Huhges von den Eagles Of Death Metal politisch sehr weit am konservativen Ende der Skala verortet ist, hat er in Interviews nach den Anschlägen in Paris im November 2015 deutlich gemacht. Vor ein paar Tagen legt er gegenüber Taki’s Magazine noch einmal nach – mit teils sehr cruden Thesen. Zu heftig und zu sehr überkreuz mit der Gesinnung der Macher von Rock en Seine und Cabaret Vert. Konsequenterweise haben die französischen Festivals die bereits angekündigten Auftritte der Eagles Of Death Metal abgesagt.

Das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben scheint der Vorwurf von Hughes an die Franzosen, mit ihrer liberalen Haltung das Massaker erst möglich gemacht zu haben. Parallel verstrickt er sich im Laufe des Interviews immer tiefer in islamophobe Kommentare und crude Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Security des Bataclain.

Um einige Tage verzögert erfolgte jetzt die Reaktion: Die beiden französischen Festivals Rock en Seine und Cabaret Vert nehmen Abstand von der Band, laden Eagles Of Death Metal aus.

Being in total disagreement with Jesse Hughes’ recent allegations given in an itw with an american media, both Cabaret Vert & Rock en Seine festivals have decided to cancel the band’s performance. We thank you for your understanding.

Vollkommen gerechtfertigt, wenn es nach mir geht. Jesse Hughes wurde am 13. November 2015 sicherlich schwer traumatisiert. Doch diesen Kredit kann man ihm nicht lebenslang schützend vorhalten.
Seine seither immer wieder getätigten Aussagen zur Notwendigkeit von privatem Waffenbesitz, Verschwörungen und sein schwarz-weiss Denken gegenüber Moslems sind bisweilen selbst vor diesem Hintergrund schwer zu ertragen.

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