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Placebo bei Rock im Park und Rock am Ring angekündigt – CoHead von Muse?

Placebo beim Highfield 2014, Foto: Thomas Peter

Vergangenen Freitag brachten Placebo nach neun Jahren ein neues Album heraus. Im Juni sollen sie es bei Rock im Park und Rock am Ring präsentieren. Das war den Veranstaltern Dreamhaus/eventimpresents/Argo Konzerte eine eigene Newsmeldung wert.

CoHead? CoHead!

Alle Bands ausser den Tagesheadliner zeigt die bildliche Präsentation des Lineups in alphabetischer Reihenfolge. Ein Rückschluss auf die Position im endgültigen Zeitplan ist so kaum möglich.
Die Einzelankündigung, die Sortierung in den thematisch passenden Muse-Tag und die fehlende Konkurrenz auf ähnlichem Level machen es aber recht wahrscheinlich, dass Placebo ihren Status behalten werden und als CoHead den Samstag am Ring bzw. Sonntag im Park eingeplant sind.

Alternativen?

Bands, die Placebo an diesem Tag die Rolle streitig machen könnten, sind Casper und Sportfreunde Stiller. Beide dürften jedoch als Head bzw. CoHead auf der zweiten Bühne vorgesehen sein. Es passt einfach zu gut.

Geschichte verpflichtet?

Schon bei der letzten ihrer beiden bisherigen Buchungen 2006 und 2009 fiel Placebo die Rolle des CoHeads vor The Killers auf der Hauptbühne zu. Damals allerdings waren sie meiner Meinung nach auch noch höher zu bewerten als aktuell.

Persönliches

Ich selbst hatte Placebo mittlerweile abgeschrieben. Spätestens seit der kurzfristigen Absage wenige Minuten vor dem Auftritt beim Highfield 2017. Sänger Brian Molko war zwar physisch anwesend, damals aber derart betrunken, dass man ihn nicht auf die Bühne stellen konnte. Die einen mögen sagen, das sei RockNRoll. Ich und die meisten anderen anwesenden fand es nur höchst unprofessionell. Ausserdem war es ein deutlicher Wink an die Fans: Ihr seid uns egal. Ohne einen Einblick in die Psyche von Molko zu haben sage ich: Sry, das war und ist unsauber.
In den 00er Jahren galten Placebo als der neue, heisse Scheiss und feststehender kommender Rockheadliner – wenn die alten Granden einmal abgedankt hätten. Sie schafften es auch einige Festivals mittlerer Grösse abzuschliessen. Irgendwann aber war die Luft raus und die Band schien den eigenen Ehrgeiz begraben zu haben. Es wird sich zeigen, ob sie nochmal die Kurve bekommen.

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Rock im Park Impression, Foto: Thomas Peter

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