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Mastodon wehren sich vor Gericht gegen die Klage aus dem Nachlass von Brent Hinds

Der Streit um das Erbe von Brent Hinds geht vor Gericht weiter. Mastodon haben am 2. November beantragt, Teile der Klage abzuweisen, die der Nachlass ihres früheren Gitarristen im September in Fulton County (Georgia) eingereicht hat. Hinds hatte die Band Anfang 2025 verlassen und starb im August 2025 bei einem Motorradunfall. Der Nachlass wirft der…

Brendt Hinds bei Rock im Park 2022, Foto: Thomas Peter
Brendt Hinds bei Rock im Park 2022, Foto: Thomas Peter

Der Streit um das Erbe von Brent Hinds geht vor Gericht weiter. Mastodon haben am 2. November beantragt, Teile der Klage abzuweisen, die der Nachlass ihres früheren Gitarristen im September in Fulton County (Georgia) eingereicht hat. Hinds hatte die Band Anfang 2025 verlassen und starb im August 2025 bei einem Motorradunfall.

Der Nachlass wirft der Band vor, Hinds’ Anteile an den gemeinsamen Firmen nie sauber abgelöst zu haben. Einen Scheck über 80.000 Dollar hat er nicht eingelöst und verlangt zuerst eine vollständige Abrechnung. Außerdem soll Hinds ohne Zustimmung auf dem Cover von „Marrow Deep“ zu sehen sein. Die Band sieht dort die drei Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie und nennt die Klage unbegründet. Entschieden ist über den Antrag noch nichts.

Wer Brent Hinds für Mastodon war

Mastodon entstanden im Januar 2000 in Atlanta. Schlagzeuger Brann Dailor und Gitarrist Bill Kelliher waren aus New York in den Süden gezogen und trafen bei einem Konzert von High on Fire auf Bassist Troy Sanders und Gitarrist Brent Hinds. Aus den vier wurde eine der prägenden Metalbands ihrer Generation, mit Konzeptalben wie „Leviathan“ (2004) über Moby Dick und „Crack the Skye“ (2009) und einem Grammy für „Sultan’s Curse“ im Jahr 2018.

Hinds spielte die Leadgitarre und teilte sich den Gesang mit Sanders und Dailor. Seine raue Stimme und die verschlungenen Gitarrenlinien waren ein Markenzeichen der Band, auf der Bühne war er der unberechenbare Gegenpol zu den anderen drei. Fünfundzwanzig Jahre lang spielte Mastodon in derselben Besetzung, auch 2022 bei Rock am Ring und Rock im Park.

Der Bruch im Jahr 2025

Im März 2025 gaben Band und Gitarrist die Trennung bekannt, nach Darstellung der Band im gegenseitigen Einvernehmen. Hinds sah das anders: Er beschimpfte seine früheren Kollegen öffentlich und erklärte später, man habe ihn hinausgeworfen. Zu einer Versöhnung kam es nicht mehr. Am 20. August 2025 starb Hinds bei einem Motorradunfall in Atlanta.

Mastodon spielten weiter, zunächst mit Aushilfen, inzwischen mit Nick Johnston als festem Gitarristen. Im August 2026 erschien „Marrow Deep“, das erste Album ohne Hinds. Die Single „Your Ghost Again“ verstehen viele als Abschied von ihm. Im Sommer 2026 standen Mastodon in Europa unter anderem wieder bei Rock am Ring, Rock im Park und Nova Rock auf der Bühne. Um genau dieses Album, um sein Cover, dreht sich jetzt ein Teil des Rechtsstreits.

Quellen