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Foo Fighters kommen europaexklusiv zu Rock im Park und Rock am Ring

Foo Fighters, Bild: Thomas Peter

Zum Abschluss ihrer Lineupbekanntgabe – und nur einen halben Tag nach der Ankündigung, auf Pantera zu verzichten, schreiben Rock im Park und Rock am Ring wieder Positivschlagzeilen. Man konnte mit den Foo Fighters den dritten Headliner neben Die Toten Hosten und Kings Of Leon sichern.

Sie sind imho nicht nur der stärkste Act in der Kopfzeile – Park und Ring konnten sie auch europaexklusiv holen. Sprich: Wer Foo Fighters auf einem europäischen Festival sehen möchte 2023, muss nach Nürnberg bzw. an den Nürburgring kommen. Starke Ansage. Entsprechend teuer bestimmt auch.

Hawkins Nachfolge offen

Offen bleibt auch bei dieser Bestätigung, wer in Zukunft die Drums an Stelle des verstorbenen Taylor Hawkins bearbeiten wird. Hawkins war am 25. März 2022, während der Südamerikatour der Foo Fighters, tot in seinem Hotelzimmer in Bogota, Kolumbien gefunden worden. Sein unerwarteter Tod mit nur 50 Jahren hatte Band und Rockmusikwelt in ein tiefes Trauertal gestossen. Gleichzeitig wurden aber auch Probleme von Tourneen offen gelegt, wie Stress und mentale Herausforderungen, denen Bands ausgesetzt sind und oftmals mit Pillen oder Alkohol abgefedert werden.

Schnell aber war für Band und Dave Grohl klar: Wir machen weiter. Auch wenn die Foo Fighters eine andere Band ohne Hawkins sein würden. Seit Ende 2022 bestätigten die Foo Fighters zahlreiche US-Festivals. Nur in Europa tat sich nicht. Aus guten Grund, wie wir seit heute wissen.

Nachfolgekandidaten

Bisher sind es nur Spekulationen, die sich um den Nachfolger Hawkins ranken.
Könnte sein, dass Dave Grohl selbst sich wieder hinter das Drum Kit setzt, wie einst bei Nirvana. Dann bräuchte es einen neuen Gitarristen.

Auch denkbar: Hawkins Sohn, Oliver Shane Hawkins, übernimmt die Rolle. So geschehen schon bei den Tribute Konzerten für den Vater. Fachlich hat er es drauf. Allerdings ist Shane erst 17 Jahre alt und es ist fraglich, ob er mit der Rolle in einer der grössten Rockbands der Welt dauerhaft nicht überfordert wäre. Fraglich auch, ob Dave Grohl einen zweiten Hawkins diesem Stahlbad Musikzirkus aussetzen möchte.

Zum Kandidatenkreis zählt auch Rufus Taylor, Sohn von Queens Drummer Roger Taylor. Seines Zeichens auch Drummer mit einer Historie bei Queen und The Darkness. Den 31-jährigen Rufus Taylor verband eine enge Freundschaft mit Taylor Hawkins, der wiederum sehr auf die Songs von Queen stand und sie ja auch oft in die Playlisten der Foo Fighters einsickern liess und selbst sang.
Auch Rufus Taylor wirkte als „Aushilfsdrummer“bei der Tribute Show in Wembley vergangenen September mit. Und wenn man nicht genau hinschaut, könnte man ihn vom Aussehen her mit Hawkins verwechseln.

Schliesslich ibt es da noch Josh Freese, der sich bei The Vandals, A Perfect Circle und Devo sowie als Session Drummer einen Namen machte. An mindestens 250 Alben soll er mitgewirkt haben.
Freese sass an den Drums als Dave Grohl kurz beim Tribute Konzert in London die Trauer bei „Times like these“ übermannte. Er ist 50 Jahre alt und damit Teil derselben Generation wie der Rest der Band und nicht nur deshalb gilt er als Favorit auf den vakanten Posten.

Wer es denn nun wirklich wird, zeigt sich spätestens am 26. Mai. Dann nämlich treten die Foo Fighters beim Boston Calling in Massachusetts zu ihrem Livecomeback an.

Lineupabschluss mit Five Finger Death Punch, Steel Panther und Thees Uhlmann

Mit den Foo Fighters werden noch eine Handvoll weitere Acts bestätigt. Das Lineup ist jetzt abgesehen vom typischen Kommen und Gehen aufgrund von Tourabsagen komplett.

Nebst Five Finger Death Punch wandern auch Thees Uhlmann, Bad Wolves, Cari Cari, Steel Panther, Yonaka, Pabst, Die Nerven, Sam Topkins, Mod Sun und Blond ins Billing.

Keine Daten zu Vorverkaufszahlen

Auffällig ist, dass dieses Jahr nicht viele Worte über den Vorverkauf verloren wird. Neue Rekordzahlen sind angesichts hoher Inflation und anhaltenden Kriegswirrungen und hoher Kartenpreise aber auch nicht unbedingt zu erwarten. Und so bleibt es von Veranstalterseite bei einem dürren Satz: „Für beide Festivals sind aktuell noch Tickets verfügbar“.

298 Euro kostet das günstigste Wochenendticket inklusive Camping für den Ring aktuell. 268 sind es im Süden bei Rock im Park.

Rock im Park und Rock am Ring finden dieses Jahr vom 2.-4. Juni statt.

Das aktuelle Lineup von Rock im Park und Rock am Ring für den Sommer 2023, Bildquelle: Festival

Pantera werden von Rock im Park und Rock am Ring ausgeladen