Melt! Festival mit eigener Tageszeitung

Kürzlich bezeichnete Melt!-Chefbooker Stefan Lehmkuhl die Melt! Gänger im “Intro”-Interview als “das Musik-kompetenteste und interessierteste Publikum Deutschlands”. Nun berichtet die “Intro” von einer eigens für das Melt! kreierten Tageszeitung – und setzt damit ihre Selbstbeweihräucherung fort.

Die – während des Festivals täglich erscheinenden – Ausgaben der “Melt!News” seien in Zusammenarbeit zwischen “Intro”  und der “Frankfurter Rundschau” entstanden.  Auf 30 Seiten berichtete man über die Ereignisse des vorhergehenden Festivaltages – und präsentierte zugleich Künstlerporträts und Wissenswertes zu den bevorstehenden Veranstaltungstagen.

Für die Zeitung wurde eigens eine Redaktion vor Ort eingerichtet, die täglich um 3 Uhr Nachts die Ergebnisse ihrer Arbeit an die Druckerei übermittelte und dieses Melt!-Gimmick damit ermöglichte.

“Das mach‘ uns einer nach”, titelt die “Intro”. Tatsächlich ist das Modell einer Festival-Tageszeitung außergewöhnlich – keineswegs aber einmalig. Das Glastonbury brachte mit “The Glastonbury Firelighter” eine eigene Tageszeitung heraus. Beim Open Air St. Gallen gibt es auch eine Festivalzeitung, die jeweils am vorletzten Veranstaltungstag – auf rund 30 Seiten – über das ablaufende Festival informiert.

Die “Intro”-Macher stehen auch hinter dem Melt! Festival. Die diesjährige Ausgabe des Open-Airs lief am vergangenen Wochenende – vom 15. – 17. Juli. Unter anderem hatte man Pulp, Editors und Beady Eye zu Gast.

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Manuel Hofmann

Festivalaffiner Politikwissenschaftler.