Tame Impala hängen in Köln noch einen Abend dran. Nach dem 17. und 18. Juni 2027 spielt Kevin Parker auch am Samstag, 19. Juni, in der Lanxess Arena. Tickets für die dritte Show gibt es ab Freitag, 30. Oktober, 10 Uhr. Support an allen drei Abenden: Wet Leg.
Was neu ist
Die Europa-Tour zum aktuellen Album „Deadbeat“ war Ende August angekündigt worden, Köln war darin von Anfang an die einzige deutsche Station. Der 18. Juni kam als erste Zusatzshow dazu, jetzt folgt die zweite. Der Veranstalter begründet das mit der Nachfrage, und Eventim bestätigt das auf seine Art: Für die ersten beiden Abende steht dort „hohe Nachfrage“, zu haben sind die Karten derzeit ab rund 103 Euro. Die dritte Show beginnt laut Veranstalter bei 65 Euro zuzüglich Gebühren. Wer am Freitag um 10 Uhr dran ist, hat also die bessere Auswahl als alle, die seit August gezögert haben.
Im Frühjahr 2026 hatte Tame Impala fünf Hallen in Deutschland gespielt, darunter Berlin und Düsseldorf. Für 2027 bleibt es bei Köln, dafür dreimal.
Tame Impala auf Tour
Manchester
Rotterdam
Rotterdam
Paris
Und das Festivalwochenende?
Donnerstag, Freitag, Samstag in Köln: Das ist das große Festivalwochenende des Sommers. Hurricane und Southside laufen vom 18. bis 20. Juni, das Pinkpop in Landgraaf am selben Wochenende, keine 100 Kilometer von Köln entfernt, dazu Isle of Wight sowie die Metal-Wochenenden Graspop und Hellfest. Noch am Montag hatten wir in den Kurzmeldungen zu den Europa-Festivals geschrieben, Tame Impalas Tourtermine ließen die Juni-Wochenenden grundsätzlich offen. Das ist damit vom Tisch. Wer Freitag und Samstag eine Arena in Köln füllt, steht an diesem Wochenende bei keinem dieser Festivals, auch nicht in Scheeßel oder Neuhausen ob Eck. Bleibt der Sonntag, und der ist Theorie.
Bemerkenswert ist, wer die Köln-Shows veranstaltet: FKP Scorpio, also dieselbe Firma, die Hurricane und Southside macht. Hätte man Tame Impala für das Festivalwochenende gewollt, hätte man es gekonnt. Stattdessen drei Arena-Abende mit eigener Kasse. Das passt zu dem, was sich 2027 bei vielen großen Acts abzeichnet: Wer eine Hauptbühne tragen kann, spielt lieber für sich allein.
Auf europäischen Festivals ist Tame Impala trotzdem zu sehen, nur nicht in Deutschland: beim Roskilde als Kopf der ersten Welle (26. Juni bis 3. Juli), beim Open’er in Gdynia (30. Juni), beim Rock Werchter (4. Juli) und beim NOS Alive bei Lissabon (10. Juli). Die Wochenenden davor sind damit praktisch verplant. Offen bleibt nur die Lücke zwischen London (2. Juni) und Rotterdam (7. Juni), die auf Rock am Ring und Rock im Park (4. bis 6. Juni) passen würde, genauso aber auf Primavera Sound oder Rock for People. Einen Hinweis auf eine Buchung gibt es nirgends, nur den Kalender.
Wet Leg
Wet Leg eröffnen alle drei Abende. Das Duo von der Isle of Wight um Rhian Teasdale und Hester Chambers hat mit „Chaise Longue“ 2021 einen der meistgespielten Indie-Songs der vergangenen Jahre geschrieben und 2025 mit „Moisturizer“ nachgelegt. Als Vorband in einer Arena ist das eher eine Nummer zu groß als zu klein. Wer früh in der Halle ist, wird belohnt.
Tickets: 19. Juni ab Freitag, 30. Oktober, 10 Uhr bei Eventim*, ab 65 Euro zuzüglich Gebühren; 17. und 18. Juni laufen bereits







