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Trebur Open Air 2026: Die Tagesaufteilung steht, am Sonntag gibt’s Tagestickets

4. April 2026

Trebur Open Air 2026: Die Tagesaufteilung steht, am Sonntag gibt’s Tagestickets

Planung statt Bauchgefühl

Das Trebur Open Air macht es dieses Jahr geschickt: Bevor am Sonntag die Tagestickets in den Verkauf gehen, liefern die Veranstalter schon jetzt die komplette Tagesaufteilung. Kein blindes Raten mehr, welcher Act an welchem Tag spielt, kein Hoffen auf günstige Fügung. Stattdessen: volle Transparenz, damit ihr wisst, wofür ihr euer Geld ausgebt. Cleverer Move, der zeigt, dass die Macher am Fritz Becker-Bad verstanden haben, wie ihre Zielgruppe tickt.

Die zweite Bandwelle, die Mitte März verkündet wurde, hat das Programm nochmal ordentlich aufgestockt. Mit Fjørt als größtem Neuzugang auf der entega-Bühne, dazu Acts wie Remote Bondage, Lin, Yara, Larkly und MisterMunk auf den kleineren Bühnen. Das Trebur bleibt sich damit treu: kein reines Headliner-Festival, sondern ein Programm, das auf Entdeckungen setzt und bewusst Räume für Nachwuchsacts schafft. Nicht umsonst wurde das Festival erneut vom Festivalförderfonds der Initiative Musik unterstützt.

Freitag, 24. Juli: Post-Hardcore trifft Indie-Pop

Das Lumpenpack, Fjørt, Marie Curry, Plaiins, MisterMunk u.v.m.

Der Freitag setzt einen interessanten Kontrast: Fjørt bringen die Wucht ihres Albums „Belle époque” mit und dürften auf der entega-Bühne für den intensivsten Moment des Abends sorgen. Das Triple nach 2016 und 2019, und diesmal mitten in ihrer bisher größten Tour. Davor sorgen Das Lumpenpack für die Sorte Comedy-Musik-Hybrid, bei dem man nie genau weiß, ob man gerade lacht oder mitsingt (meistens beides). Marie Curry und Plaiins liefern die poppigere Flanke, MisterMunk bringt auf der neu positionierten Freibad-Bühne Drum & Bass und deutschsprachigen Rap zusammen. Ein Eröffnungstag, der breit aufgestellt ist, ohne beliebig zu werden.

Samstag, 25. Juli: Balkan-Brass, Punk und die Dinge, die man nicht erwartet

Dubioza Kolektiv, Liedfett, Remote Bondage, Jools, Split Dogs, Francey, Der Luger & Die Richtigen Leute, Larkly u.v.m.

Der Samstag hat das Potenzial zum heimlichen Highlight des Weekends. Dubioza Kolektiv als Headliner sind live eine Naturgewalt: Balkan-Beats, Punk, Hip-Hop und eine Energie, die jeden Versuch, cool am Rand zu stehen, innerhalb von drei Songs zunichtemacht. Liedfett ergänzen mit ihrer Mischung aus Punkrock und Lebensfreude. Remote Bondage dürften als einer der spannendsten Neuzugänge der zweiten Welle für Gesprächsstoff sorgen, irgendwo zwischen Pop, Punk und Kabarett. Larkly bringt auf der Haselnuss-Bühne ihren Indie-Pop mit Amy-Winehouse-Vibes.

Sonntag, 26. Juli: Punk-Rock-Sonntag mit kolumbianischem Einschlag

Itchy, Elfmorgen, Hi! Spencer, Doctor Krápula, Lin, Yara, BSK u.v.m.

Der Sonntag liefert die Punk-Rock-Dosis, die jedes Festival zum Abschluss braucht. Itchy als bewährte Festival-Maschine, Elfmorgen für die Deutschpunk-Fraktion, Hi! Spencer für Indie mit Herz. Überraschungsfaktor: Doctor Krápula aus Kolumbien, die Latin-Rock, Cumbia und Umweltaktivismus zusammenbringen. Lin als Solo-Act mit Loop-Station und politischer Message auf der Haselnuss-Bühne, dazu Yara mit deutschsprachigem Indie-Rock und BSK.

Neu: Freibad-Bühne zieht um

Kleine, aber relevante Änderung für TOA-Veteranen: Die Freibad-Bühne wandert vom bisherigen Standort am Durchgang zwischen Freibad und Infield rüber in Richtung Biergarten. Das bedeutet flexiblere Spielzeiten, weil die Lautstärke der großen Bühnen nicht mehr reinspielt. Für Acts wie MisterMunk, die auf Bass und Clubenergie setzen, dürfte das ein echter Gewinn sein.

34. Trebur Open Air: 24.–26. Juli 2026, Fritz Becker-Bad, Trebur

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Thomas Peter

ein diplomierter Biologe mit starkem Hang zu Fotokamera und der besonderen Festivalatmosphäre.