Kein Tag ohne News zum Rosenkrieg zwischen Rock am Ring und den Grüne Hölle Rock Veranstaltern. Heute in vertauschten Rollen: Lieberbergs verbieten dem Konkurrenten DEAG per einstweiliger Verfügung, weiter „bestimmte Behauptungen“ medial breitzutreten.

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Konkret geht es laut SWR um die unbewiesene Behauptung, die Marek Lieberberg Konzertagentur habe Probleme mit der Genehmigung des neuen Standorts Mendig.
DEAG-Chef Peter Schwenkow hatte gestern mit einem eigenen Rechtsgutachten kokettiert. Es stellte öffentlich in Frage, ob Rock am Ring auf dem Flughafen Mendig wirklich genehmigt werden könne. Marek Lieberberg reagierte prompt. Mit glänzenden Vorverkaufszahlen garniert, wischte er die Anschuldigungen vom Tisch.

DEAG droht Ordnungsgeld bis 250000 Euro

Lieberberg scheint der Anfeindungen endgültig Leid zu sein – auch wenn die offizielle Begründung anders lautet. Da heisst es: Man sehe die Gefahr, dass Fans und Künstler verunsichert würden und dadurch finanzielle Einbussen zu befürchten seien.
Davon liess sich das Landgericht Köln überzeugen und bewilligte die Unterlassungsverfügung. Weitere öffentliche Giftpfeile könnten damit teuer für die Grüne Hölle Rock Verantwortlichen werden. Bei Missachtung drohen bis hin zu 250000 Euro Ordnungsgeld.

Auch wenn die Einsicht möglicherweise unter richterlichem Druck erfolgen musste: Es keimt in mir wieder einmal die Hoffnung, die DEAG könnte endlich dazu übergehen ihr eigenes Festival mit positiven Infos und Bandbestätigungen zu promoten. Enttäuscht mich nicht wieder! Danke.