Die Auseinandersetzung von NME und Bloc Party geht in eine neue Runde. Gestern hatte das britische Musikmagazin die Originalmitschnitte der Interviews mit Kele Okereke und Russell Lissack veröffentlicht, um sich gegen den Vorwurf der kreativen Dichtung zu verteidigen. In der Nacht nahm Kele Stellung.

Kele Okereke von Bloc Party (Foto: tammylo flickr.com, CC BY 2.0)

Angefangen hatte das Ping-Pong-Spiel am Mittwoch mit einer Meldung der NME, Bloc Party würde nach einem neuen Sänger suchen. Das schlug natürlich hohe Wellen im Netz und veranlasste die Band zu einem Posting unter dem Motto „Bloc Party sind immer noch Bloc Party.

In seinem Blog berichtet er unter dem Titel „Mit der NME schlafen“ von seiner generellen Abneigung Interviews zu geben. Es werde in den Gesprächen immer viel geredet, aber musikalische Aspekte rutschten letztlich meistens aus den Artikeln. Stattdessen würden sich gerade die Autoren bei der NME auf unbedacht geäusserte Nebensätze stürzen und diese genüsslich ausweiden. Er selbst habe nicht wirklich etwas gegen die NME, aber ein echter Freund des Magazins sei er auch nicht. Es sei verständlich, warum etablierte Bands nicht gerne mit der Zeitschrift zu tun hätten. Immer schwinge die Angst mit für ein paar Klicks mehr ausgenutzt zu werden.

Jeder, der sich das Audiofile seines Telefonats mit der NME anhöre, würde sofort merken dass er sich etwas zusammendichte. Von daher sei er dem Magazin sogar dankbar die Aufnahmen veröffentlicht zu haben. Generell müsse man seine Interviews eher abstrakt betrachten und nicht immer alles für bare Münze nehmen. Auch sein Bandkollege Russell Lissack gebe ungern Interviews und nehme es mit den Fakten daher wahrscheinlich auch nicht ganz so ernst.

Was lernen wir daraus? Man sollte auf Interviews von Bloc Party nicht wirklich viel geben.
Letztlich wollte Kele, Russell und Co die NME foppen und die damit verbundene PR mitnehmen. Man hatten aber unterschätzt, dass die Geschichte derart auswächst und es auch Fans gibt, die eine solche Meldung schockiert.