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Kill the flag

Mit einem ausgefeilten Plan sollte heuer in Sachen Fahne und Southside alles besser werden als im Vorjahr. Kein schlaff durchhängendes etwas – nein! Diesmal sollte es ein Mutter alles Flaggen am Southside werden.
Damit dieses Gedanke wahr werden konnte, wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Diesmal wurde die Flagge nicht auf alte Bettlaken gemalt, sondern auf extra wehfreudigen Fahnenstoff drucken lassen. Heute morgen nötigte ich meine Grossmutter gar dazu eine Schlaufe zum Einhängen zu dranzunähen. Als ich sie überzog und durch ein paar geschickte Nähnadelstiche dauerhaft an der Teleskoproute fixiert hatte, wähnte ich mich bereits im siebten Fahnenhimmel. Freudig steckte ich sie zu meinem Luxus-Campingstuhl mit Fussteil und verzurrte beides am Rucksack. Mein Glück schien vollkommen.
Doch hatte ich die Rechnung ohne meine Dachschräge gemacht. Beim Aufsatteln brach ich die Spitze samt Fahne ab – was meine Laune binnen Sekunden im den Keller beförderte.
Auf dem Weg im der RB gen Darmstadt grübelte ich darüber nach, wie man die Konstruktion retten könnte. Der rauhen Treppenkante am Darmstadter Bahngleis 11 sei Dank. Mit ihrer passiven Mithilfe wurde ein Stück des Teleskoprohrs abgeschnitten. Nun konnte der als Fahnenhalter fungierende oberste Führungsring der Rute mittels der Allzweckwaffe Panzertape angeklebt werden. Whole again!
Vor Ort pack ich die Nähnadel aus und werde die Fahne erneut annähen. Laune gerettet. Bleibt also genug Zeit sich voll und ganz dem betörenden Gestank nach überhitzter Elektronik zu widmen, der jedem IC zu eigen sein scheint.

Southside: Es ist angerichtet

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